|
Am Mittwoch-Abend nach dem USI Weihnachtsturnier im Säbel traf man sich im „Black Raven“ zur Weihnachtsfeier. 25 ASC-Mitglieder und USI-Fechter waren zum letzten Fest in diesem Jahr gekommen. Der Obmann der Fechtsektion des Akademischen Sportclubs – DI Anton Leitner – konnte leider nicht kommen, daher begrüßte ASC-Cheftrainer und Spartenchef für Fechten an der Universität Wien Alois Tanzmeister die Anwesenden. Mit besonderer Freude konnte er die ehemaligen ASC- Fechter aus den Siebzigerjahren Reinhard Neunteufel und seine Frau Martha, sowie den Fechthändler DI Michael Martin begrüßen.
Alois Tanzmeister hielt dann einen sportlichen Rückblick über die Veranstaltungen und Turniere im Wintersemester und hob die folgenden herausragenden Ereignisse besonders hervor: Sehr erfreulich war das ausgezeichnete Ergebnis unserer Teilnehmer bei den österreichischen Seniorenmeisterschaften, bei denen die ASC Teilnehmer sieben (!) Goldmedaillen mit nach Hause nehmen konnten. Mag. Dorothea Tanzmeister ist österreichische Seniorenmeisterin in allen drei Waffen und holte mit unserer Pharmazeutin Sanna Schramm für die Wiener Mannschaft zusammen mit Dr. Karin Blaschka (WAT) auch Mannschafts-Gold!
Der ehemalige ASC-Obmann Arno Fortmann und unser Architekt DI Richard Messner hatten auch einen gewichtigen Anteil am Mannschafts-Erfolg der Wiener Auswahl im Herren-Degen. Gemeinsam mit DI Günter Hajek und Dr. Wilhelm Weinberger holten sich Arno und Richard den Herren-Degen-Mannschaftstitel.
Trainer Alois unterstrich auch die Leistungssteigerung unserer ASC-Jugend. Immerhin schafften vier Jugendliche die Qualifikation, beim Kadetten-Europacup starten zu dürfen. Melanie Kosbow und Kathi Leitner nahmen im Säbel an Europacup-Turnieren teil, Romana Jankovich und Florian Call im Florett. Kathi Leitner ist sogar mit 5 Punkten in der Europa-Rangliste der Damen-Säbel Kadetten beste Österreicherin!
In der allgemeinen Klasse ist Dorli Tanzmeister noch immer eine Klasse für sich: besonders hervorzuheben ist der Doppelschlag an einem Wochenende, wo sie im Säbel in Brünn am Samstag und im Degen in Feldkirch am Sonntag bei diesen internationalen Turnieren jeweils die Silbermedaille gewinnen konnte. Auch im Herren-Säbel gab es beim internationalen Turnier in Brünn gute Ergebnisse durch unsere beiden Teilnehmer: Lukas Gärtner wurde 11. und Manfred Hubmann belegte den 13. Platz. Bei den internationalen Meisterschaften von Niederösterreich schafften im Damen-Degen sogar zwei ASC- Fechterinnen den Aufstieg ins Viertelfinale: Dorli Tanzmeister gewann wieder Silber und Uli Knoblich wurde fünfte!
Ein besonders erfreuliches Ereignis waren die Wiener Akademischen Meisterschaften: Das USI und der ASC waren Veranstalter dieses Turnieres. Wie auch in den letzten Jahren verstärkten wieder einige USI-Fechter das bewährte ASC-Organisationsteam mit Wettkampfleiter Alois und Dorli Tanzmeister, der Turnierleitung mit DI Anton Leitner und Claudia Chromek, sodass der Abteilungsleiter für Wettkämpfe am USI Wien, Dr. Franz Benda beruhigt feststellen konnte, dass das Turnier professionell organisiert und ohne Verzögerung abgewickelt wurde. Nicht nur die Turnierorganisation klappte hervorragend, sondern auch die Leistungen und Ergebnisse unserer Aktiven waren ausgezeichnet. Wie schon in den ASC News berichtet, gab es in der Medaillen-Bilanz unserer Teilnehmer heuer ein Rekordergebnis: 5 Mal Gold, 2 Mal Silber und 4 Mal Bronze! Einen vierfachen Triumph konnte Dorli Tanzmeister feiern. Sie gewann alle drei Waffen und somit auch die Kombinationswertung, ein unerwarteter Erfolg war der Wiener Akademische Meistertitel für Manfred Hubmann im Herren-Säbel und die gute Leistung von Lukas Gärtner, der den vierten Platz erkämpfte. Im Damen-Säbel komplettierte noch Kathi Leitner mit einem dritten Platz das gute Ergebnis der ASC Säbelgruppe. Im Damen-Degen war die ASC-Dominanz besonders stark: es konnte sogar ein fünffacher Erfolg gefeiert werden! In den Medaillenrängen waren neben Dorli Tanzmeister noch Uli Knoblich und Sanna Schramm. Die besten Herren im großen Starterfeld der Degen-Fechter waren auf Platz 11 Martin Zerobin und als 15. Richard Messner. Auch die Florettfechter waren erfolgreich. Wie schon erwähnt, wurde Dorli Wiener Akademische Meisterin und unsere Kadettin Romana Jankovich gewann den Bronze-Pin, ein Ehrenpreis, der für die Wiener Akademischen Meisterschaften typisch ist. Auch im Damen-Florett gab es eine fast totale ASC-Dominanz: unter den ersten sieben Florett-Fechterinnen waren sechs vom ASC! Im Herren-Florett, in den letzten Jahren eher eine Achillesferse des Clubs, schaffte Kadett Florian Call den Einzug ins Viertelfinale und wurde achter. Die Statistik spricht ebenso Bände: Über 40 % der Teilnehmer konnte die Fechtorganisation ASC/USI stellen!
Es wurden vor Weihnachten auch CIub-interne Turniere durchgeführt. Im Säbel konnte die Siegerehrung der Klubmeisterschaften schon durchgeführt werden, die anderen Bewerbe fanden erst nach der Weihnachtsfeier statt. ASC Clubmeister im Herren-Säbel wurde Manfred Hubmann vor Lukas Gärtner, die bei der Weihnachtsfeier nicht anwesend waren. Es konnte nur dem anwesenden Dritten, Johannes Trimmel die Bronzemedaille überreicht werden. Im Damen-Säbel holten sich sowohl ASC-Clubmeisterin Dorli Tanzmeister als auch Uli Knoblich Gold und Silber ab, die Drittplatzierte, Kathi Leitner war leider nicht da.
Trainer Alois stellte auch noch die Besten der USI-Weihnachtsturniere, die schon stattgefunden hatten vor: Den Damen-Florett-Bewerb gewinnt Melanie Witting souverän, sie hat sogar die Burschen geschlagen. Bei den USI- Studenten gab es einen Doppelsieg der Gebrüder Max und Matthias Brenner. Beim Säbel-Weihnachtsturnier gewann USI-Routinier Johannes Trimmel vor Uli Knoblich, die klarerweise dadurch Damen-Siegerin in dieser Waffe war und Georg Leitner war der Zweitbeste bei den Herren.
Es gab am USI auch Weihnachtsturniere für Fecht-Anfänger. Das Florett-Anfängerturnier entschied Edith Hisch vor der der französischen Erasmus-Studentin Lucie Epenoy und Sabrina Koller für sich. Im Degen hießen die Anfänger-Weihnachts-Sieger: Manuel Hadolt und Tina Klampfl. Trainer Alois erklärte den umfangreichen Rückblick damit, dass der Akademische Sportclub in allen Waffen, allen Leistungsklassen und Altersstufen an den Start geht, und dass es daher von den viele besuchten Veranstaltungen auch so manches Erfreuliches zu berichten gibt.
Nach dem sportlichen Rückblick erinnerte Alois Tanzmeister an das große Jubiläumsfest „40 Jahre ASC-Fechten“, an dem über 50 aktive und ehemalige ASC-Mitglieder und Gäste teilgenommen hatten. Ein Highlight war unter anderem der Auftritt der Step-Gruppe unter der Leitung von Mag Ulrike Knoblich, die mittlerweile auch eine sehr gute Degen- Fechterin geworden ist. Aufgewertet wurde die Jubiläumsveranstaltung durch eine Reihe von Ehrengästen. Gekommen waren: Herr Sektionschef Dr. Wolf Frühauf, langjähriger Vorsitzender des ZHSA, USI Direktor Dr. Andreas Kellner. DI Markus Mareich, Präsident des Österr, Fechtverbandes. Diese drei Herren hielten auch die Gratulationsreden zum Fest. Weiters waren gekommen: der ehemalige USI Direktor Dr. „Billy“ Kaiser, Herr Amtsdirektor Alexander Payer, Direktor des USZ, Herbert Lindner, Präsident des WLFV, Mag. Manfred Behrendt, der Gründer des ASC und der Fechthändler DI Michael Martin. Wegen ihrer großen Verdienste um den Studenten-Fechtsport wurden Herr Sektionschef Dr. Wolf Frühauf und Prof. Mag. Manfred Behrendt zu Ehrenmitgliedern des Akademischen Sportclubs ernannt und erhielten jeweils eine von Architekt DI Richard Messner eigens für das 40 Jahres-Jubiläum angefertigte Ehrenmedaille durch den Präsidenten des WLFV Herbert Lindner überreicht. Auch dem ASC Cheftrainer und USI Spartenchef Alois Tanzmeister wurde diese Ehre zuteil. Der Obmann der ASC Dachorganisation Mag. Viktor Streicher übergab Trainer Alois die schöne Medaille mit dem Fechtmaskenmotiv. Das Motto für das 40-Jahresfest des Akademischen Sportclubs war, an die schönen Mannschafts-Erfolge des Clubs bei Österreichischen Staatsmeisterschaften zu erinnern. Es gab eine ganze Reihe von Staatsmeistertiteln und Medaillen-Platzierungen von ASC-Mannschaften in jeder Waffe. Die zum Fest gekommenen Mannschaftsmitglieder erhielten auch die speziell zu diesem Anlass entworfenen Ehren-Medaillen. Einige der ehemals sehr erfolgreichen Mannschaftsmitglieder konnten damals aus verschiedenen Gründen nicht zum Jubiläumsfest kommen. Daher wurde die Ehrung bei der ASC Weihnachtsfeier nachgeholt. Einen maßgeblichen Anteil am ersten und bisher einzigen Mannschaftstitel in der Waffe Damen-Florett hatte im Jahre 1974 Martha Sas-Neunteufel, die mit ihrem Mann, ebenfalls ein langjähriger ASC-Fechter, der schon mit Trainer Alois die Klingen gekreuzt hatte, zur ASC Weihnachtsfeier gekommen war. Nun erhielt sie vom ASC Obmann-Stv. und Sportwart Alois Tanzmeister die Ehrenmedaille des Akademischen Sportclubs nachgereicht. Abschließend dankte Cheftrainer Alois allen übrigen Trainern und Lehrwarten, die im USI und im Club mitarbeiten. Alois dankte insbesondere seiner Frau Dorothea für ihr Engagement in der ASC Jugend und im organisatorischen Bereich und seiner Tochter Bettina, die bei ihrer jungen Säbel-Nachwuchsgruppe sehr beliebt ist und dem ebenfalls anwesenden Architekt Richard Messner, der eine Degen Nachwuchsgruppe aufbauen will. Der Dank gilt auch den übrigen Trainern im USI und Club, die bei der Weihnachtsfeier verhindert waren: Nina Dechmann, Milagros Flener, Jean Michel Smoluch und Michael Ludwig. Alois Tanzmeister verwies auch auf die Möglichkeit, in den Semesterferien an einem Schi-und Fechtcamp in Ulrichberg am Hochficht teilzunehmen um seine Form über die Semesterferien zu verbessern und wünschte allen Anwesenden frohe Weihnachten und ein gutes, erfolgreiches neues Jahr. Bevor man zum gemütlichen Ausklang übergehen konnte, überraschte der ehemalige ASC-Obmann Arno Fortmann mit einer kleinen Ansprache, in der er das große Engagement von ASC Cheftrainer Alois hervorhob und ihm im Namen der ASC Mitglieder seinen Dank aussprach und einen flüssigen Ehrenpreis zum Nachfeiern für die Weihnachtsferien überreichte. Besonders freute sich Alois über die standing ovations, die ihm nach der Dankesrede von Arno zu Teil wurden. Danach blieb noch Zeit, sich angeregt miteinander zu unterhalten.
[Zurück zur Artikelübersicht...]
|