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130 Fechterinnen aus 26 Nationen kreuzten am vorletzten Wochenende die Klingen in Istanbul. Dorli Tanzmeister wagte aus österreichischer Sicht einsam und allein den Start in der Türkei und überstand die Vorrunde mit 2 Siegen.
Nach den ersten Aufregungen, die Fechttasche in der Ankunftshalle zu finden und den Transfer zum ca. 40 km entfernten Hotel, stand den eigentlichen Turniervorbereitungen nichts mehr im Wege. Alleine gestaltete es sich doch etwas schwieriger einen Partner zum Einfechten zu finden. Einige Nationen lehnen doch ab, dies mit Fechterinnen anderer Nationalität zu tun; doch nach einigen Abfuhren konnte Dorli doch noch mit einer Engländerin und einer Ungarin einfechten. Dann hieß es wieder warten, da nur 9 Bahnen zur Verfügung standen und Dorli im Poule Nr. 11 angeführt wurde. Die Startzeit der höheren Poules variierte stark, da je nach freigewordenen Bahnen die nächsten Poules aufgerufen wurden. Das erste Gefecht gegen Eileen Grench (Panama) bescherte dann gleich eine 5:1 –Niederlage, wobei Grench zuvor bereits gegen die Russin ihre Stärke mit einer knappen 5:4 Niederlage aufzeigte. Danach glückte jedoch der Pflichtsieg gegen die Türkin mit 5:2 und im Anschluss konnte Dorli sogar einen 4:1 Rückstand gegen die Französin Lembach in einen 5:4 – Sieg verwandeln. Jetzt war klar: um den Aufstieg abzusichern, wäre ein dritter Sieg günstig. Gegen die Italienerin Sinigaglia gelang dies leider nicht, da Signigalia wirklich schöne Tempis und Angriffe setzte und mit 5:3 erfolgreich war. Die größte Chance auf einen weiteren Sieg bestand gegen Dell’Aquila aus Taipeh. Dieser Chance bewusst startete Dorli das Gefecht zu nervös und konnte die Verkrampftheit bis zum Ende nicht ablegen, wodurch das Gefecht 5:3 verloren ging. Weit besser war hingegen das Gefecht gegen die Russin, die mit lauter Siegen jedoch von vornherein stärker war; dennoch gelangen zwei sehr schöne Einzeltreffer. Mit zwei Siegen aus der Vorrunde gelang dennoch der Aufstieg in die Direktausscheidung, wo die Französin der Vorrunde - Charlotte Lembach - wartete. Ebenso wie in der Vorrunde, ging die Französin gleich mit 8:1 in Führung. Nach der Pause konnte Dorli zwar noch auf 9:7 aufholen hatte aber im Finish – auch etwas durch die Sonne geblendet – weniger Glück, sodass die Französin das KO für sich entschied. Detail am Rande: Der nächste Gegner war die Chinesin, die bereits in London die Gegnerin um den Einzug in die 64 war. Auch dort führte die Französin zur Halbzeit 8:2. Die Chinesin machte es jedoch besser als Dorli und drehte das Gefecht nach der Pause noch in einen 15:14 – Sieg um. Der 103. Gesamtrang ist vom Resultat her zwar nicht ganz der erhoffte Erfolg, fechterisch war die Leistung jedoch nicht so enttäuschend. Wer weiß, vielleicht halten die Nerven einmal, sodass das Optimum bei einem Turnier herausgeholt werden kann.
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