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Die Fechter enttäuschten bei der Studenten-Olympiade nicht!
Zwar konnte unsere Fecht-Studentenauswahl diesmal nicht mit einer Medaille aufwarten, doch trugen die Herren- Florettisten mit zwei Top-Ten-Platzierungen zur österreichischen Erfolgsbilanz bei. Sehr stark war die Leistung von Moritz Hinterseer (AFC Salzburg), der sich hinter den im Florett traditionell erfolgreichen Italienern und der übermächtigen asiatischen Konkurrenz (China-Korea- Japan) auf den zehnten Gesamtrang vorkämpfen konnte. Moritz war mit 3 Siegen von 5 Gefechten in der Vorrunde gestartet, siegte in der Direktauscheidung der besten 64 gegen den Südafrikaner Jaques Viljoen mit 15:11, dann im 32-er KO gegen den US- Amerikaner Miles Chamley Watson mit dem gleichen Ergebnis. Im Achtelfinale traf er auf den übermächtigen Koreaner Jun Heo, den späteren Bronze-Medaillengewinner, der dieses Gefecht klar beherrschte und mit 15:7 gewann. Auch das Herren-Florett-Team mit Moritz Hinterseer, René Pranz, Johannes Poscharnig und Dominik Wohlgemuth rechtfertigte seine Entsendung durch einen zehnten Platz, wobei beim letzten Mannschaftskampf gegen Weißrussland nicht unbedingt das Glück auf unserer Seite stand – dieser Mannschaftkampf ging um einen einzigen Treffer mit 44:45 verloren! Dabei hatte das Florett-Mannschaftsturnier für das österreichische Team alles andere als toll begonnen, denn es setzte gleich zum Auftakt gleich eine 35:45 Niederlage gegen die nur auf Index-Rang 10 gesetzten Franzosen! Durch einen klaren 45:24-Sieg über Singapur und einen ebenfalls ungefährdeten 45:36 Sieg gegen den Erzrivalen Ungarn kämpfte sich unser Florett-Team wieder nach vorne, wobei wir im Match um den 9. Platz-wie schon erwähnt- äußerst knapp gegen Weißrussland verloren. Der 17. Platz von René Pranz (AFC Salzburg) im Herren-Florett kann sich in diesem illustren Starterfeld von 73 Weltklasse-Athleten ebenfalls sehen lassen. Dabei startete René in der Vorrunde sensationell. Er gewann alle seine sechs Vorrundengefechte mit einem Gesamt-Score von 30:6, hatte mit Index-Startnummer eins ein Freilos ins KO der besten 32, wo er auf die Nummer 33, den Italiener Alessio Foconi traf, der René kalt mit 15:11 erwischte, womit der Traum von einem möglichen Superergebnis ausgeträumt war. Johannes Poscharnig (FU Mödling) nahm ebenso wie sein Mannschaftskollege Dominik Wohlgemuth (FU Mödling) erstmals an einer Universiade teil, schaffte mit zwei Vorrunden-Siegen den Aufstieg in die Direktausscheidung, schied dann aber im ersten direkten Duell gegen den Russen Artur Akhmatkuzin mit einer 9:15 Niederlage aus und wurde 53. Seinem Klubkollegen Dominik Wohlgemuth fehlte ebenfalls noch die Routine für solche Großereignisse. Er schied in der Vorrunde mit einem Sieg aus und landete auf Rang 59. Unser einziger Degen-Fechter bei der Universiade war der Linzer Nikolaus Hofer, der sich als letzter für die Universiade beim Grand-Prix-Turnier in Bern qualifizieren konnte. Er bestätigte seine starke Leistung im Weltcup auch bei dieser Universiade. Er schaffte zunächst mit drei Siegen in der Vorrunde den Aufstieg in den KO-Durchgang, hatte infolge dessen ein Freilos ins Tableau der besten 64, dann eliminierte er im KO-Gefecht den vor ihm gesetzten Schweden Karl Harmenberg mit einem überlegenen 15 :8 Sieg und war damit unter den besten 32! Gegen die Nummer 13, den Franzosen Virgile Marchal, der danach sogar die Silbermedaille gewann, war dann allerdings mit 11:15 Endstation. Sein 31. Platz unter 83 Top-Fechtern ist jedenfalls herzeigbar!
Die erfolgreichste Fecht-Nation waren die Sowjet-Russen, die dreimal Gold und dreimal Bronze gewannen vor den Franzosen, die mit zweimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze erfolgreich waren. In der Medaillen-Bilanz aller Universiade-Bewerbe liegt China, das den Heimvorteil nützen konnte mit 75 Gold-, 39 Silber- und 31 Bronze-Medaillen klar vor Russland (42 G, 45 S, 45 B) und Korea (28 G, 21 S, 30 B) in Front. Österreich schaffte auch zwei Medaillen, und zwar durch Lisa Ungerank im 10 m Luftgewehr Einzelbewerb Silber und die Schwimmerin Jördis Steinegger erkämpfte im 400 m Lagen-Bewerb die Bronzemedaille. In der Medaillenbilanz liegt Österreich damit auf dem 49. Platz.
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