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ASC Erfolgsbilanz: 8 mal Gold, 2 mal Silber! Der ASC Wien tanzt auf allen Hochzeiten! Auch bei den Österreichischen Seniorenmeisterschaften war unser Club mit 4 Aktiven vertreten – und das nicht schlecht: Dorothea Tanzmeister siegte nahezu unangefochten in allen drei Fechtwaffen, Sanna Schramm steuerte im Damen-Degen, AK I eine Silbermedaille bei, ebenso wie Richard Messner, der im Herren-Degen AK I österreichischer Vizemeister wurde. Im Herren-Degen Mannschaftsbewerb trugen Arno Fortmann und Richard Messner zum Sieg der Wiener Mannschaft ihr gutes Scherflein bei, auch das Wiener Damen-Degen-Team mit Dorli Tanzmeister und Sanna Schramm holte sich den österreichischen Meistertitel – also noch vier Goldene für den ASC!
Herren-Degen: In dieser Waffe wurden zwei Bewerbe ausgetragen: die Sonderklasse (30-39 J.) und die AK I (40-49 J.) fochten gemeinsam, es gab aber getrennte Wertungen der Altersklassen. In der Vorrunde siegten die ASC Teilnehmer Richard Messner drei Mal und Arno Fortmann schaffte in seiner Runde zwei Siege. Während Richard Messner mit einem Freilos in das direkte Viertelfinale aufstieg, musste Arno Fortmann gegen den hinter ihm gereihten Markus Drev (FK Wr. Ndf.) antreten. Arno konnte sich auf diesen Gegner nicht recht einstellen und schied mit einer 5:10 Niederlage aus. Besser ging es Richard Messner, der mit Startnummer drei auf die Nummer sechs nach der Indexrunde, den Routinier Othmar Schuhfried, traf und hart kämpfen musste, um am Ende knapp mit 10:9 die Oberhand zu behalten. Im Semifinale war Richard aber gegen den Turnierfavoriten Günther Hayek (WAT) mit 4:10 chancenlos. In seiner Altersklasse I bedeutete sein Ergebnis aber Rang zwei. DI Richard Messner ist also österreichischer Vizemeister im Herren-Degen, AK I ! Die Sieger in diesem Bewerb waren Ernst Richter in der Sonderklasse und Günther Hayek, der auch den Gesamtbewerb für sich entscheiden konnte. Im zweiten Degenbewerb der Herren fochten die Altersklassen II, III und IV gemeinsam. Mit zwölf Teilnehmern waren es sogar um zwei mehr als in der Kategorie der jüngeren Herren. Im Finale siegte der Fünfkämpfer Bernd Ziganki (HSV Wr.Nst.) klar mit 10:5 gegen den früheren Säbel-Spezialisten Gerhard Egger. In dieser Kategorie war kein ASC´ler dabei.
Damen-Degen:
Acht Damen der Altersklassen I, II und III fochten einen gemeinsamen Bewerb mit getrennter Wertung der Altersklassen. Nach der Vorrunde führte Sanna Schramm mit sechs Siegen und einer 3:5 Niederlage gegen Dorli Tanzmeister, die aber ihrerseits zwei Niederlagen gegen Edith Stoschitzky (ATUS Weiz) und Karin Schnitzer-Blaschka (WAT) baute. Ebenfalls fünf Siege konnte die Salzburgerin Hildegard Strohmeyer, die übrigens auch am USI Wien das Fechten gelernt hatte, aufweisen. Unsere Degen-Staatsmeisterinnen Sanna Schramm und Dorli Tanzmeister schafften beide mit knappen Siegen den Aufstieg ins Semifinale. Sanna Schramm musste gegen Edith Stoschitzky kämpfen, um mit 10:8 aufzusteigen. Dorli Tanzmeister gelang ein 10:9 gegen Hildegard Strohmeyer und somit stand einem ASC Finale nichts mehr im Wege. Das Finalgefecht verlief so wie die Semifinali äußerst spannend. Am Ende hatte Dorli Tanzmeister mit einem hart erkämpften 10:9 Erfolg das bessere Ende für sich. Im Damen-Degen AK I gab es also einen ASC- Doppelerfolg: Gold für Dorli Tanzmeister und Silber für Sanna Schramm.
Florett: Da die Teilnehmerzahlen im Florett kleiner als im Degen waren, wurde ein Mix-Bewerb der Damen und Herren in allen Altersklassen mit 14 Fechtern und Fechterinnen ausgetragen. In der Vorrunde gewann Dorli alle vier Gefechte gegen ihre männlichen Konkurrenten, darunter auch die beiden Hrubesch Brüder aus Krems. Im Viertelfinale gelang aber dem jüngeren Bruder Fritz Hrubesch die Revanche: er warf Dorli mit einem 10:4 Sieg aus dem Bewerb. Den Damen-Florett-Titel in der AK I hat sich Dorli aber redlich verdient! In einem spannenden Finalgefecht, in dem zunächst Fritz Hrubesch klar in Führung gegangen war, setzte sich schließlich der jüngere Klubkollege Alexander Raßmann mit 6:4 durch. Das Finalgefecht war über die gesamte Gefechtsdauer von sechs Minuten Kampfzeit gegangen.
Säbel: Im Säbelbewerb war Dorli die einzige Fechterin! Sie focht mit zehn Herren den Säbelbewerb gemeinsam und lehrte die männlichen Säbler das Fürchten. Sie verlor in der Vorrunde nur gegen den früheren österreichischen Säbel Spitzenfechter Gerhard Egger (FK Spittal) 3:5. Ihre übrigen vier Gefechte konnte sie aber für sich entscheiden. Im Sechzehner-KO hatte sie zunächst ein Freilos, da sie nach der Indexrunde als Nummer eins gesetzt war, siegte dann im Viertelfinale gegen den Senior der AK IV Josef Krammer mit 10:3, eliminierte im Semifinale mit dem gleichen Ergebnis Willi Kravina (WSC). Im Finale schaffte sie gegen Gerhard Egger die Revanche für ihre in der Vorrunde erlittene einzige Niederlage in diesem Turnier und siegte in diesem Gefecht mit 10:6! Die Turniersiegerin im Säbelbewerb und damit klarerweise österreichische Meisterin im Damen-Säbel AK I ist somit Dorli Tanzmeister (ASC Wien)!
Mannschaftsbewerbe:
In den Mannschaftsbewerben wurde mit Bundesländer-Auswahlen gefochten. In den Degenbewerben mischten unsere Aktiven kräftig mit und waren maßgeblich an den Siegen der Wiener Degen Mannschaften beteiligt. Im Herren-Degen gewannen Arno Fortmann und Richard Messner Mannschafts-Gold mit Günther Hayek (WAT) und Wilhelm Weinberger (FUW) und den Damen-Degen Titel holte sich ebenfalls die Wiener Mannschaft mit starker ASC Beteiligung durch Sanna Schramm und Dorli Tanzmeister gemeinsam mit Karin Schnitzer-Blaschka (WAT). Im Herren-Säbel gewann das Wien-Team mit Kravina, Ottendorfer und Schmutzer.
Unser Architekt Richard Messner schildert seine Eindrücke vom Degen Mannschafts-Erfolg so:
Sssst Ra! Mit diesem Gruß trat uns die gegnerische Mannschaft aus Niederösterreich gegenüber, noch wussten wir nicht was das zu bedeuten hatte. Eine der spannendsten Fragen war zu diesem Zeitpunkt bereits beantwortet, wie viele Mannschaften würden antreten? Es waren drei, wir also auf jedem Fall in den Medaillenrängen, doch wo würden wir landen? Eine überschaubare Anzahl von Gegnern, aber das ist bei Kämpfen in den Altersklassen wohl so üblich, a l l e können fechten! Unsere vereinsübergreifende Bundesländermannschaft bestand aus Arno Fortmann, Willi Weinberger und Günter Hayek, vor vier Jahren noch Staatsmeister der allgemeinen Herrenklasse, sowie mir als viertem Mann. Obwohl wir es mit einem starken Gegner zu tun hatten gingen fast alle Siege an uns, Günter ist ohnehin eine Extraklasse für sich - diese Leichtigkeit. Manchmal wollen seine Gegner noch weiter fechten obwohl sie schon getroffen sind, sie spüren den Tusch einfach nicht. Bei Arno lief es auch sehr gut, deswegen wich er von seinem üblichen Prinzip „Emotionen pur“ ab, blieb ruhig und setzte sich nach seinen Gefechten mit einem zufriedenen Lächeln brav auf die Langbank. Sein Motto übernahm aber diesmal ich in der zweiten Runde gegen die kärntnerische Mannschaft. In einem der beiden Gefechte, bei denen ich zum Einsatz kam stand es 4:4, es folgten drei Doppeltreffer und erst in den letzten 10 Sekunden der Verlängerung konnte ich den entscheidenden Treffer setzen – Befreiungsschrei! Willi blieb sehr cool, gab kein einziges Gefecht ab und wurde mit zunehmender Anzahl der Siege auch verbal stärker. Nach meinem zweiten Gefecht war uns der Titel sicher. Die altersmäßig kompakteste Kärntner Mannschaft machte es den Niederösterreichern noch sehr schwer, so wurde die Silbermedaille erst im letzten Gefecht entschieden. Nach dem Turnier fragten wir den Kapitän der Niederösterreichischen Mannschaft nach dem tieferen Sinn von “sssst ra“. Der gegnerische Degen pfeift durch die Luft und trifft, ja wir erinnerten uns…
Ein Lob sei noch Herrn Schmutzer ausgesprochen, der in seiner gewohnt liebevoll resoluten Art die Kämpfe leitete. Unser Begrüßungs- und Abschiedsgruß an die Mitstreiter “Wien, Wien nur Du allein…“ wurde zum Glück Programm des Tages, obwohl bei Arno und mir, den beiden Extirolern; nicht die volle Lautstärke zu hören war. Aufruf an alle alten Haudegen: Kommt nächstes Jahr zahlreicher nach Wien, das Turnier ist schön und Wien auch – Ihr müsst ja nicht für immer dableiben.
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