Internationale Österreichische Akademische Fechtmeisterschaften, Teil 2
am 21./22.01.2012 im USZ Schmelz                                                                                     
05.02.2012

ASC Wien im Säbel stark:
Dorli Tanzmeister ist wieder österreichische Akademische Meisterin im Damen-Säbel!
Silber für Manfred Hubmann und Kathi Leitner im Herren- bzw. Damen-Säbel!
Die Sieger: im Herren-Säbel Gilbert Schwarz (UFC Wien),  im Herren-Degen Albin Rentenberger (Balmung)!

Trotz internationaler Beteiligung durch ungarische und tschechische Teilnehmer im Herren- und Damen-Säbel war der Trend des Starterfeldes rückläufig. Waren es im Vorjahr noch 232 Starter, so traten  heuer gerade noch exakt 200 Fechter zu diesem schon traditionellen Ranglistenturnier am Anfang der Saison an.
Sportlich war das Turnier für den Akademischen Sportclub wieder sehr erfolgreich. Dorli Tanzmeister (ASC Wien) verteidigte nach dem Damen-Degen vor einer Woche ihren Akademischen Meister-Titel auch im Damen-Säbel mit Erfolg, ihre Club-kollegin Kathi Leitner wurde zweite, ebenso wie Manfred Hubmann (ASC Wien). Auch mannschaftlich trat der ASC Wien im Säbel stark auf: 4 Fechterinnen des Akademischen Sportclubs erreichten das Viertelfinale, genauso viele Herren des Clubs erreichten das Achtelfinale!
Im Herren-Säbel und im Herren-Degen gibt es neue Namen in der Siegerliste!

Herren-Säbel:
Der 2. Teil der Österreichischen Akademischen Meisterschaften wurde mit dem Herren-Säbel gestartet. An diesem Bewerb nahm auch eine tschechische und ungarische Abordnung teil und sorgte so für einen internationalen Flair. Trotz der internationalen Beteiligung waren nur 25 Säbel-Fechter zum Turnier angetreten. 13 österreichischen Startern standen 12 tschechische und ungarische Teilnehmer gegenüber. Darunter waren 4 Säbel-Fechter des ASC.
OEAKM_12_HSAlle 4 ASC´ler überstanden die erste Runde. Manfred Hubmann meldete gleich seine Anwartschaft auf einen Stockerlplatz an: er gewann alle seine fünf Gefechte mit 5:1 oder 5:2! Auch Lukas Gärtner zeigte in der einzigen Siebener- Vorrunde, dass mit ihm zu rechnen ist. Er gewann vier von sechs Gefechten.
Unsere beiden Säbel-Kadetten schafften ebenfalls ziemlich sicher den Aufstieg in die zweite Runde. Florian Call schaffte in seiner Sechserrunde drei Siege, zwei Mal verlor er knapp 4:5, eine Niederlage davon war gegen den Turnier-Favoriten und österreichischen Ranglisten-Ersten Gilbert Schwarz (UFC Wien). Auch David Brader hielt sich gut. Einen seiner beiden Siege holte er sich gegen den  starken Tschechen Petr Wachsberger. Das Ergebnis lautete sogar 5:2 für David. Mit den sehr guten Indices 3, 6 und 8 für Hubmann, Gärtner und Call ging es in die zweite Runde. Nun focht man in drei Siebener-Runden um eine möglichst gute Setzung für den KO-Durchgang. Unsere Vierer-Mannschaft focht nun ziemlich ausgeglichen: Manfred Hubmann, Lukas Gärtner und Florian Call siegten je drei Mal, David Brader sicherte sich mit zwei Siegen den Aufstieg in die Direktausscheudung der besten 18. Einen 5:4 Sieg landete er ausgerechnet gegen Florian Call, der in derselben Runde war. In der Setzung waren unsere Säbel-Fechter gegenüber der ersten Runde etwas zurückgefallen. Mit den Index-Plätzen 4, 8,10 und 17 gingen nun Manfred, Lukas, Florian und David ins KO.
Im 32-er Tableau hatten Manfred Hubmann, Lukas Gärtner und Florian Call ein Freilos ins Achtelfinale, während David Brader noch gegen den um einen Platz vor ihm gesetzten Ungarn Peter Marko kämpfen musste. Aus einer komfortablen Halbzeit-Führung wurde jedoch durch eine Aufholjagd des Ungarn ein Foto-Finish, das David mit einem hauchdünnen 15:14-Sieg für sich entscheiden konnte. Somit waren alle vier ASC-Teilnehmer in die besten 16 aufgestiegen!
Ins Viertelfinale schafften es nur noch zwei: David Brader war gegen die Nummer eins aus den Vorrunden- Durchgängen – Maximilian Reimer - chancenlos und verabschiedete sich mit einem 4:15 Ergebnis als erster.
Auch Lukas Gärtner schaffte gegen Zoltan Dohi (HUN) den Aufstieg in die besten Acht nicht, er verlor sein KO- Gefecht mit 10:15. Florian Call musste gegen den Ungarn Adam Szalma ebenfalls hart um den Aufstieg fighten, um schließlich knapp mit 15:14 die Oberhand behalten zu können. Nur Manfred Hubmann siegte mit 15:7 gegen den Ungarn Tamas Szabo klar.
Im Viertelfinale verabschiedete sich Florian Call mit einem guten Gefecht gegen den Ranglisten-Führenden Gilbert Schwarz. Er konnte immerhin 9 Treffer gegen den starken Gilbert erzielen. Manfred Hubmann musste sich gegen den ungarischen Routinier Attila Horotan ein bisschen plagen. Letztendlich war der Aufstieg ins Halbfinale mit einem 15:12 Sieg nicht wirklich gefährdet.
Im Semifinale startete Manfred Hubmann gegen den Index-Ersten Maximilian Reimer (WFK) wie von der Tarantel gestochen. Schon nach wenigen Sekunden führte Manfred gegen Maximilian mit 5:0 und hatte zu Halbzeit einen komfortablen Treffer-Vorsprung. Doch dann holte Max Reimer Punkt für Punkt auf und es wurde ziemlich eng als es schließlich 14:14 stand. Doch dann setzte Manfred den entscheidenden 15. Treffer und war im Finale. Sein Gegner war Gilbert Schwarz, der gegen Maximilian Oprzedek (WSC) mit einem 15:4 Sieg keine Mühe hatte. Bis zur Halbzeit konnte Manfred Hubmann das Gefecht noch einigermaßen offen halten, im Finish jedoch blieb Manfred, der zuletzt nicht sehr eifrig trainiert hatte, die Luft sichtlich weg. Mit einem 15:10 Final-Sieg wurde Gilbert Schwarz Österreichischer Akademischer Meister 2012, Manfred Hubmann gewann Silber!

Damen-Säbel:
Traditionell ist der Damen-Säbel die Waffe mit der kleinsten Starterzahl. 13 Teilnehmerinnen aus drei Nationen waren in dieser Waffe angetreten. Mit fünf Teilnehmerinnen hatte der Akademische Sportklub wie schon so oft einen starken Anteil im Starterfeld. Immerhin waren sieben Klubs bei diesem Turnier vertreten. OEAKM_12_DS
Während es für Dorli Tanzmeister (5/5 Siege), Petra Risak (4/5 S.), Katharina Leitner (4/6 S.) und Uli Knoblich (3/6 S.) in der ersetn Vorrunde durchwegs gut lief, schaffte Barbara Nehiba den Aufstieg trotz eines 5:1 Sieges gegen die frühere Florett-Fechterin Enrica Seltenhammer Malina (WAT) nicht. Im zweiten Runden-Durchgang blieb unsere Turnier-Favoritin Dorli Tanzmeister weiter ungeschlagen, Kathi Leitner steigerte sich und verlor ebenso wie Uli Knoblich nur ein Gefecht, während Petra Risak nach einer starken ersten Runde ewas einging. Ihr einziger Sieg reichte aber zusammen mit den 5 Siegen aus der ersten Runde für den sicheren Aufstieg, womit 50 % der Viertel-Finalistinnen vom Akademischen Sportclub waren.
Auch im Semifinale blieb diese Relation bestehen. Dorli Tanzmeister war mit einem klaren 15:5 über die ehemalige Florett-Fechterin Karin Schnitzer-Blaschka (WAT) aufgestiegen, unsere starke Kadettin Kathi Leitner konnte sich im Club-internen Duell gegen Petra Risak mit 15:7 durchsetzen, während Uli Knoblich gegen Kira Nikolic (UFC Wien), die für die Kadetten WM in Moskau schon qualifiziert ist, unglücklich mit 14:15 ausgeschieden war. In der zweiten Runde hatte Uli gegen Kira noch 5:0 gewonnen! Im Halbfinale „rächte“ Dorli Tanzmeister Uli Knoblich jedoch grimmig mit einem 15:5 Resultat.
Kathi Leitner war zur Halbzeit ihres Semifinal-Gefechtes noch 7:8 gegen die Ungarin Agnes Bauer im Rückstand, die Tipps von Trainer Alois Tanzmeister schienen aber geholfen zu haben. Kathi wurde zusehends stärker und konnte das Gefecht noch umdrehen. Schließlich siegte sie sogar noch sicher mit 15:10. So wie im Vorjahr gab es ein ASC-Finale zwischen Kathi Leitner und Dorothea Tanzmeister! Die routinierte Ranglisten-Erste  spielte ihre Erfahrung gekonnt aus und siegte souverän mit 15:5.
Die Titel-Verteidigung ist Dorli Tanzmeister nach dem Degen-Bewerb in der Vorwoche nun auch im Damen-Säbel gelungen! Das Endergebnis im Damen-Säbel ist für den ASC sehr erfreulich: Dorli Tanzmeister und Kathi Leitner sorgten für einen Doppel-Sieg des Akademischen Sportclubs, am dritten Platz landeten ex aequo Agnes Bauer (HUN) und Kira Nikolic (UFC Wien). Uli Knoblich und Petra Risak komplettierten noch das sehr gute ASC-Ergebnis mit den Rängen 6 und 7. Barbara Nehiba wurde 12.

Herren-Degen:
Schon seit vielen Jahren ist diese Waffe die am stärksten besetzte – so auch heuer wieder. Allerdings war das Teilnehmerfeld mit 73 Degen-Fechtern nicht so groß wie erwartet – die ausländische Beteiligung ist in dieser Waffe ausgeblieben. OEAKM_12_HDVom ASC nahmen 7 Aktive am Turnier teil.
In der Vorrunde waren Routinier Christof Kospach und Thomas Trautner, der aus der ASC Jugend stammt, unsere Besten. Die Beiden erreichten je vier Siege in ihren Siebener- Runden, womit Thomas Trautner und Christof Kospach mit den Indexplätzen 26 und 27 in die Direktausscheidung gingen und somit eine gute Ausgangsposition hatten. Alle übrigen ASC´ler siegten in ihrer jeweiligen Poule nur je einmal. Albert Nemes, der in einer Sechser-Poule fechten musste, hatte den besten Sieg- und Treffer-Index und schaffte damit gerade noch die Qualifikation für den KO-Durchgang. Für die Brüder Thomas und Matthias Bartl, Sven Kühnel und Robin Wu reichte der eine Sieg nicht für den Aufstieg. Sie landeten in der obigen Reihenfolge geschlossen auf den Rängen 62 bis 64, wobei Sven Kühnel und Robin Wu ex aequo den 64. Platz einnahmen, da sie exakt den gleichen Vorrunden- Index erzielt hatten.
Das KO der besten 64 verlief für die drei verbliebenen ASC-Kämpfer alles andere als gut. Trotz der guten Setzung verloren Thomas Trautner und Christof Kospach ihre KO-Duelle.
Thomas unterlag wieder einmal seinem “Erzfeind“ Wilhelm Weinberger (FU Wien) mit 11:15 und auch Christof erging es nicht besser: er schied mit dem gleichen Resultat gegen den Florett-Spezialisten Konstantin Brunner (UFC Wien) aus.
Das schwerste Los hatte Albert Nemes, der gegen die Nummer Sieben – Anton Knoll (FK Balmung) - fechten musste. Dieses Gefecht endete 15:5 für Knoll, womit der ASC in den besten 32 leider nicht mehr präsent war.
Österreichische Akademischer Meister wurde etwas überraschend Albin Rentenberger (FK Balmung), der gegen den Turnierfavoriten und Klubkollegen Jörg Mathe im Finalgefecht einen fulminanten Start hinlegte und sogar mit 7:0 (!) in Führung lag. Diesen Rückstand konnte Jörg Mathe dann nicht mehr aufholen – der Endstand lautete 15:11 für Albin Rentenberger.
Auch wenn das Abschneiden unserer Degen-Herren nicht so erfolgreich war, insgesamt kann man aus der Sicht des Akademischen Sportclubs bezüglich des sportlichen Ergebnisses äußerst zufrieden sein. Auf Grund des Doppel-Sieges von Dorli Tanzmeister hat der ASC Wien heuer sogar die Medaillen-Wertung gewonnen (siehe Statistik) und damit dem scheidenden USI Abteilungsleiter für Wettkämpfe – Prof. Dr. Franz Benda, der im Herbst dieses Jahres seine Pension antritt und somit seine letzten Österreichischen Akademischen Meisterschaften absolviert hat, ein schönes Abschiedsgeschenk beschert. Im Anschluss an dieses Turnier wurde Prof. Benda für seine langjährige Tätigkeit (1981-2012) als USI Abteilungsleiter Wettkämpfe geehrt und aus diesem Anlass fand in der USZ Mensa noch eine kleine Feier statt.
Ein besonderer Dank gilt auch der Turnierorganisation mit dem Team DI Anton Leitner, Johann Lottspeich, Claudia Chromec, DI (FH) Thomas Tanzmeister und Mag. Viktor Streicher sowie den zahlreichen Helfern von den USI-Fechtkursen sowie vom Akademischen Sportclub, die für einen sehr guten und reibungslosen Turnierablauf sorgten.

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