Österr. Akademische Meisterschaften – Teil 1:
Damen-Degen, Herren-Florett, Damen-Florett am 14./15.01.2012                                        
05.02.2012

Dreimal Titel verteidigt:
Damen-Degen: Dorothea Tanzmeister (ASC Wien)
Herren-Florett: Moritz Hinterseer (AFC Salzburg)
Damen-Florett: Sandra Kleinberger (KAC)


Alle drei Vorjahrssieger haben ihren Titel verteidigt und auch heuer wieder gewonnen. Dorli Tanzmeister nutzte den Heimvorteil beim österreichischen Ranglistenturnier auf der Schmelz und gewann mit äußerst spannenden Gefechten den Damen-Degen-Bewerb. Platz 5 durch Uli Knoblich komplettierte die momentane Stärke des ASC beim Damen-Degen. Im Florett war aus österreichischer Sicht alles vertreten was Rang und Namen hat. Im Herren-Florett fehlten nur die Salzburger Schlosser und Pranz und im Damen-Florett Anna Döcker ebenfalls von Salzburg.

Nun zu den einzelnen Bewerben:

Damen-Degen:
OEAKM_12_DDAm Samstag um 14.30 Uhr wurden die Österreichischen Akademischen Meisterschaften durch Ministerialrätin Mag. Hemma Angerer eröffnet. Obwohl eine internationale Beteiligung fehlte, fanden sich 38 Fechterinnen auf der Schmelz ein. Aus österreichischer Sicht, wenn man die letzten Degen-Turniere betrachtet, eine Rekord-Starterzahl. Der ASC stellte immerhin 7 Fechterinnen, wobei sich auch das Ergebnis sehen lässt. Top-Platzierung ist natürlich die Titelverteidigung von Dorli Tanzmeister.
Bereits nach den Vorrunden als Nummer 1 gesetzt – normalerweise ein schlechtes Omen – konnte Dorli mit äußerst spannenden Gefechten ins Finale aufsteigen. Ihre Kontrahentinnen kamen durchwegs vom Fechtclub Balmung, wobei Dorli Tanzmeister sowohl gegen Gassauer-Fleissner als auch gegen Neff – in diesem Gefecht war Dorli sogar schon mit 10:13 im Rückstand - die Kampf-Verlängerung für den Sieg in Anspruch nehmen musste. Schlussendlich bestritt sie das Finale gegen die Luxenburgerin Lis Fautsch. Meist mit zwei Punkten Rückstand lief Lis Fautsch die Zeit davon und Dorli holte sich mit 15:11 den Titel.
Auch Uli Knoblich konnte mit ihrer Leistung höchst zufrieden sein. Auch sie stieg ohne Niederlage aus den beiden Vorrunden als Nummer 3 gesetzt in die Direktausscheidung auf. Nach ihrem Freilos musste sie gegen ihre Clubkollegin Barbara Nehiba antreten, die zuvor die Linzerin Judith Mader aus dem Bewerb warf. Uli Knoblich stieg somit ins Viertelfinale auf, wo sie diesmal an der Salzburgerin Hildegard Strohmeyer klar mit 6:15  scheiterte. Mit  ihrem Platz 5 im Endklassement konnte sich Uli Knoblich in der österreichischen Rangliste um zwei Plätze verbessern und liegt nun an der 7. Stelle.
Auch Barbara Nehiba konnte sich mit ihrem 16. Platz gegenüber dem Vorjahr steigern und rückte gleich um 3 Plätze in der österr. Rangliste an die 17. Stelle vor. Anna Mehofer - im Vorjahr noch ohne Punkteränge - konnte mit je 3 Siegen aus den beiden Vorrunden und dem Sieg im Direkten eine Top 16-Platzierung erreichen und vom 30. Ranglistenplatz auf den 19. vorrutschen. Mit unserem Neuzugang aus Deutschland Raphaela Kotsch, die unter die besten 16 des Turniers gelangen konnte, scheint somit eine weitere ASC´lerin in der österreichischen Rangliste auf. Platz 12 bei ihrem ersten österreichischen Ranglistenturnier ist ein toller Erfolg.
Etwas Pech hatten Melanie Witting und Gabi Moceanu. Beide waren nur in einer Sechserrunde und hatten daher eine ungesetzte Fechterin weniger. Weder Melanie noch Gabi konnten ein Gefecht gewinnen und schieden trotz knapper Niederlagen nach der ersten Vorrunde aus.

Herren-Florett:
Mit nur 26 Fechtern ist der Trend in dieser Waffe weiter rückläufig. Sogar im Damen-Florett war eine Fechterin mehr am Start. Die Qualität, betrachtet man die Österreichische Rangliste, war jedoch sehr hoch. So fehlte nur Roland Schlosser und Renee Pranz von den Top 10 Fechtern der österreichischen Rangliste.OEAKM_12_HF
Leider fehlten zur Gänze die Breitensportler in diesem Bewerb, sodass es unsere drei Burschen am Start denkbar schwer hatten. Mathias Steindl musste eingestehen, dass ohne Training kein wirklicher Erfolg zu erzielen ist. Auch Florian Call, der sich im Moment auf Säbel konzentriert, trainierte zuletzt im Florett nicht mehr und hatte somit nur in einem Gefecht die Chance auf einen Sieg, die er leider nicht nutzen konnte. Etwas mehr Fleiß beim Club-Training zeigte Tom Prybila, der jedoch gleich drei Gefechte knapp 5:4 verlor und somit seine durchaus reellen Chancen nicht nützten konnte. Alle drei ASC’ler stiegen somit nicht in die nächste Runde auf und belegten als Mannschaft geschlossen die Plätze 23 – Tom Prybila, 24 – Matthias Steindl und 25 - Florian Call.
Den Sieg holte sich mit einem sicheren 15:7 Sieg im Finalgefecht der Salzburger Moritz Hinterseer vor dem Steirer Robert Scholz-Mareich und den beiden Mödlingern Sven Stühler und Dominik Wohlgemut.

Damen-Florett:
OEAKM_12_DFVergleicht man die Starterzahl mit dem letzten Ranglistenturnier in Mödling, bei dem lediglich 16 Fechterinnen am Start waren, kann man mit 27 Starterinnen recht zufrieden sein. Dennoch ist eine Entwicklung zu beobachten, die sowohl Fechter als auch Funktionäre wachrütteln sollte.
Der ASC stellte 6 Fechterinnen, was immerhin 22% des gesamten Starterfeld ausmachte, sogar eine Fechterin mehr als in unserer Club-Domäne, dem Damen-Säbel. Von den Top- Fechterinnen der österreichischen Rangliste fehlten nur die Salzburgerinnen, die ersten drei der Österreichischen  Rangliste waren jedoch am Start und hielten das Niveau im Damen-Florett auch hoch. Beste ASC-lerin war einmal mehr Dorli Tanzmeister, die möglicherweise vom Vortag noch etwas müde war und im Damen-Florett nicht ganz so motiviert wirkte.
Nach den Vorrunden im Mittelfeld gesetzt musste Dorli gegen die Mödlingerin Katrin Genser antreten, die gleich zu Beginn keinen Zweifel ließ, dass sie das Gefecht in der Hand hat. Mit einer 15:7 Niederlage musste sich Dorli verabschieden und landete im Gesamtergebnis auf Platz 11, nur zwei Plätze hinter ihrem Vorjahrsergebnis.
Auf Grund des Vereinswechsels von Kim Weiß zur FU Mödling war der 11. Gesamtrang jedoch das beste Wiener Ergebnis – das sollte den Wiener Vereinen und deren Führung zu denken geben. Trotz 4 Siegen aus den beiden Vorrunden traf Ulli Knoblich das Schicksal, als Beste der Nicht-Qualifizierten ausscheiden zu müssen. Auch sie hatte - wie Tom Prybila im Herren-Florett - in ihrer zweiten Vorrunde drei Niederlagen mit nur einem Treffer Unterschied. Im Endklassement landete sie somit auf dem 17. Gesamtrang und war damit die zweitbeste ASC- Fechterin.

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