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Dorli Tanzmeister verteidigt ihren Meistertitel im Damen-Degen! Bei den österreichische Akademischen Fechtmeisterschaften im Universitäts-Sportzentrum Schmelz gelang Dorli Tanzmeister (ASC Wien) erneut der Sieg im Damen-Degen! Moritz Hinterseer (AFC Salzburg) siegt im Herren-Florett vor seinem Bruder Tobias! Die Favoritin Sandra Kleinberger (KAC) gewinnt im Damen-Florett! Dorli Tanzmeister schafft auch in dieser Waffe den Aufstieg ins Viertelfinale und wird siebente!
Damen-Degen am 15.01.2011
Aus organisatorischen Gründen werden die österreichischen akademischen Fecht-Meisterschaften traditionellerweise in zwei Teilen durchgeführt. Der erste Teil begann diesmal mit dem Damen-Degen. Die Einteilung der Termine ergibt sich durch andere internationale Turnier-Termine. Es wird versucht, Kollisionen mit anderen Turnierveranstaltungen auszuweichen. An diesem Wochenende war überraschenderweise der Damen-Degen mit 42 Teilnehmerinnen der am stärksten besetzte Bewerb. Vom ASC waren immerhin 8 Degen-Fechterinnen zu unserem Heim-Turnier angetreten.
In der ersten Vorrunde blieb Sophie Mittas mit nur einem Sieg leider auf der Strecke, in der zweiten Runde „erwischte es“ Barbara Nehiba, für die zwei Siege aus dem ersten Durchgang und ein Sieg aus dem zweiten Durchgang nicht reichten. Zwei Runden wie „Tag und Nacht“ focht Melanie Witting. Gleich vier Siege schaffte sie im ersten Durchgang, in der zweiten Runde gelang- außer ein paar schöner Treffer- fast nichts mehr! Die vier Siege aus dem ersten Durchgang reichten aber für den Aufstieg ins KO der besten 28 Fechterinnen, da die Indizes aus beiden Vorrunden zusammenaddiert wurden. Überraschend stark trotz einer Bänderzerrung im Fußgelenk focht Anna Mehofer bei ihrem ersten Antreten bei den österreichischen Akademischen Meisterschaften: sie siegte dreimal in der ersten und zweimal in der zweiten Vorrunde. Mit ihren fünf Siegen stieg sie sicher in die Direktausscheidung der besten 28 Fechterinnen auf! Maria Podlezak hatte ihre vier Siege gut verteilt: je zweimal siegte sie in beiden Durchgängen, wodurch sie auch ohne Probleme aufsteigen konnte. Unsere drei Bestgesetzten nach den beiden Indexdurchgängen waren wieder einmal: Dorli Tanzmeister, die in beiden Durchgängen als einzige ungeschlagen blieb und daher als Nummer eins in den KO-Durchgang startete. Ebenfalls sehr stark – trotz Trainingsrückstandes – unsere frühere Degen-Staatsmeisterin Sanna Schramm mit 9 Siegen aus 12 Gefechten in den beiden Indexrunden, Auch Uli Knoblich machte neun Siege in 12 Gefechten, hatte aber eine um 14 Treffer schlechtere Differenz als Sanna Schramm! Im ersten KO-Durchgang war Melanie Witting gegen die Nummer sieben laut Index – Katharina Wakonig (UWK Graz) – mit 3:15 Treffern chancenlos und schied aus. Anna Mehofer wehrte sich im internen Duell mit Uli Knoblich sehr, musste aber die größere Routine von Uli anerkennen und verlor ihr Gefecht - jedoch nur 13:15! Eine Sensation lieferte Maria Podlezak gegen die als Index-achte gesetzte Anna-Maria Rihl (FK Balmung): mit 15:13 schaffte Maria ziemlich überraschend den Aufstieg gegen die neunte der österreichischen Rangliste im Damen-Degen! Sanna Schramm hatte bei ihrem 15:6 Sieg gegen die Steirerin Patrizia Veghelyi keine nennenswerten Probleme. Nachdem Dorli Tanzmeister als Nummer eins ein Freilos hatte, waren immerhin vier ASC-Degen-Fechterinnen im Achtelfinale! Den Aufstieg ins Viertelfinale schaffte aber nur noch Dorli mit einem unangefochtenen 15:4 gegen Silvia Rath (KSV). Maria Podlezak verlor gegen die routinierte ÖFV-Vize-Präsidentin Ursula Hinterseer, die noch einmal zum Degen gegriffen hatte, 12:15, Uli Knoblich schied gegen ihre „Angst-Gegnerin“ Viktoria Stelzer (STLFC) mit 11:15 aus und Sanna Schramm unterlag Katharina Wakonig (UWK) mit 10:15. Im Viertelfinale der besten acht Fechterinnen bestätigte Dorli Tanzmeister ihre Ausnahme-Stellung im österreichischen Fechtsport. Sie gewann mit drei deutlichen Siegen gegen Uschi Hinterseer (AFC Salzburg) 15:2, Hildegard Strohmeyer-Eder (AFC Salzburg) 15:8 und im Finale gegen Christiana Engel (FK Balmung) mit 15:6 ohne Niederlage die Österreichischen Akademischen Fechtmeisterschaften!
Das für den ASC äußerst erfreuliche End-Ergebnis im Damen-Degen lautete: 1. Mag. Dorothea Tanzmeister (ASC Wien) 2. Christiana Engel (FK Balmung) 3. ex aequo Pascale Neff (FK Balmung) und Mag. Hildegard Strohmeyer-Eder (AFC Salzburg) Die weiteren Platzierungen der ASC Degen-Fechterinnen: 10. Mag Sanna Schramm, 11. Mag Ulrike Knoblich, 16. Mag. Maria Podlezak, 22. Anna Mehofer, 26. Melanie Witting, 32. Barbara Nehiba, 38. Sophie Mittas.
Herren-Florett am 16.01.2011
Etwas enttäuschend war die Teilnehmerzahl im Herren- Florett: zwar waren sieben der besten zehn der österreichischen Herren-Florett-Rangliste an den Start gegangen, aber sonst ließ das magere Starterfeld von 38 Teilnehmern etwas zu wünschen übrig. Die Wettkampfleitung hatte gehofft, den Turnierstart für Hobby-Fechter durch einen neuen Modus etwas attraktiver zu machen. Der erhoffte Effekt blieb aber aus. Es waren nur wenige USI-Studenten aus den Bundesländern gekommen.
Auch für unsere vier ASC Florett-Musketiere lief es alles andere als toll. Schon im ersten Durchgang blieben Matthias Steindl, Florian Call und Felix Hembach sieglos auf der Strecke. Einzig unser Routinier Tom Prybila konnte mit drei Siegen in der ersten Runde reüssieren, bekam aber im zweiten Durchgang eine Runde mit lauter starken Fechtern vorgesetzt, in der er chancenlos war. Seine drei Siege aus dem ersten Durchgang waren zu wenig für den Aufstieg ins KO der besten 24 Florettisten. Bemerkenswert ist, dass die ehemaligen Spitzenfechter Joachim „Benny“ Wendt und Marco Falchetto (beide UFC Wien) und auch Dr. Robert Blaschka (STLFC Graz) zeigten, dass sie noch immer gut mit der feinen Klinge umgehen können. Den Turniersieg machten sich aber die Salzburger Olympia-Anwärter Moritz und Tobias Hinterseer, sowie Rene Pranz untereinander aus. Der jüngere Hinterseer Moritz gewann den Österreichischen Akademischen Meistertitel.
Der Endstand im Herren-Florett lautete daher: 1. Moritz Hinterseer (AFCS) 2. Tobias Hinterseer (AFCS) 3. ex aequo Rene Pranz (AFCS) und Dominik Wang (WFK) Die Platzierungen unserer ASC Herren-Florett-Mannschaft: 28. Mag Thomas Prybila, 33. Matthias Steindl, 34. Florian Call und 37. Felix Hembach.
Damen-Florett:
Mit 22 Teilnehmerinnen war auch der Damen-Florettbewerb zahlenmäßig schwach besetzt, es waren aber 8 der Top-ten der österreichischen Rangliste am Start. Studenten der Universitäten und Hobbyfechter waren aber nur wenige dabei. Wie bei den Herren war auch im Damen-Florett ein „ASC- Musketier-Team“ von vier Fechterinnen im Bewerb. Zwei von ihnen, nämlich Anna Ida Hämmerle, eine Supertechnikerin aus Vorarlberg, die nach mehreren Jahren Trainingsabstinenz ein Come-back versuchte, aber-für Trainer Alois Tanzmeister überraschend-im ersten Durchgang nur einen Sieg schaffte, und Melanie Witting aus Deutschland, die ebenfalls weit unter ihren Erwartungen blieb und die in der ersten Runde leer ausging, verabschiedeten sich schon in der Vorrunde. Mit vier Siegen und zwei Niederlagen, eine davon war eine knappe 3:4 Niederlage gegen die Turnierfavoritin Sandra Kleinberger (KAC), blieb Dorli Tanzmeister klar im grünen Bereich. Überraschend stark focht unser Nachwuchstalent mit der schnellen Hand, Romana Jankovich. Sie brachte es auch auf vier Siege, aber bei drei Niederlagen, da sie in der einzigen Achterrunde gefochten hatte. Die routinierte Dorli und die junge Kadettin Romana fochten also in der zweiten Runde der besten 18 weiter mit. In dieser Runde gewann Dorli von ihren fünf Gefechten drei, Romana hingegen nur noch eines. Da die Siege und Treffer aus beiden Gefechten zusammenaddiert wurden, stieg Dorli als Nummer sieben und Romana als Nummer elf ins KO der besten 16 auf. Im Achtelfinale hatte Romana allerdings keine Chance mehr gegen die ehemalige Staatsmeisterin Martina Genser – sie verlor das Gefecht mit 3:15. Mit dem gleichen klaren Ergebnis deklassierte Dorli Tanzmeister Petra Steinböck-Kudlacek aus Stockerau und stieg somit ins Viertelfinale auf, wo sie allerdings von „Erzgegnerin“ Kim Weiss (WFK) mit 15:6 gestoppt wurde! Für das Finale konnten sich schließlich Olivia Wohlgemuth (FUM) gegen Barbara Koppenwallner (STLFC) mit 15:12 und Sandra Kleinberger (KAC) mit 14:8 gegen Kim Weiss qualifizieren. Im Finalgefecht ließ Turnierfavoritin und Olympia-Kandidatin Sandra Kleinberger ihrer Gegnerin keine Chance und siegte unangefochten mit 15:7.
Endstand im Damen-Florett: 1. Sandra Kleinberger (KAC) 2. Olivia Wohlgemuth (FUM) 3. Barbara Koppenwallner (STLFC) und Kim Weiss (WFK) Die Platzierungen unserer ASC-Florett-Damen: 7. Mag. Dorothea Tanzmeister, 11. Romana Jankovich, 20. Anna Ida Hämmerle und 22. Melanie Witting.
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