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Die neuen Österreichischen Akademischen Meister sind: Damen-Florett: Sandra Kleinberger (KAC) Herren-Säbel: Nikolai Nikolic (UFC) Damen-Säbel: Dorothea Tanzmeister (ASC)
Eine Woche vorher sah es beim ersten Teil der Österreichischen Akademischen Meisterschaften in den Waffen Herren- und Damen- Degen, sowie im Herren-Florett mit 184 Starter noch nach einem Teilnehmerrekord bei diesem Turnier aus, jedoch waren an diesem Wochenende in den Waffen Damen-Florett, Herren- und Damen-Säbel nur insgesamt 52 Aktive angetreten, also nicht einmal ein Drittel der Teilnehmer von Teil 1. Während sich im Damen-Florett und im Herren-Säbel durchaus die Favoriten durchsetzen konnten, gab es im Damen-Säbel eine saftige Überraschung, als die in der Form ihres Lebens fechtende Dr. Michaela Weszeli (ASC) die favorisierte Laura Friedl (KAC) mit 15:12 aus dem Bewerb warf. Nach dem umstrittenen Treffer zum 15:12 beschimpfte Laura Friedl den Kampfrichter Willi Kravina (WSC), der ihr daraufhin die schwarze Karte zeigte. Mag. Dorothea Tanzmeister siegte im Finale 15:10 gegen Dr. Weszeli. Für den Akademischen Sportclub gab es ein tolles Ergebnis: Gold: Mag. Dorli Tanzmeister, Silber: Dr. Michaela Weszeli und Bronze: Bettina Tanzmeister. Auch im Damen-Florett gab es eine Bronze Medaille für den ASC durch Dorli Tanzmeister , die hinter Sandra Kleinberger und Anna Batitsch (STLFC) ex aequo mit DI Martina Genser (FUM) den dritten Platz erreichte. Im Herren-Säbel siegte Nikolai Nikolic (UFC) vor Max Oprzedek (WSC) und ex aequo David Reimer (UFC) und Maximilian Reimer (RUR).
Die Berichte im Detail:
Damen-Florett: 25 Florett-Fechterinnen, darunter 4 vom ASC nahmen an diesen Meisterschaften teil, jeweils um eine weniger als im Vorjahr. Heuer wurde erstmals der Modus mit Hoffnungslauf gefochten, was für die Aktiven mehr Gefechte bedeutete und im KO eine zweite Chance gab. Es wurden auch zwei Indexrunden gefochten, sodass die Hobbyfechter auch zu mehr Gefechten kamen. Drei der vier ASC Florettistinnen schafften den Aufstieg ins KO: mit 7 Siegen aus 8 Gefechten war Dorli Tanzmeister nach den beiden Indexdurchgängen auf Platz drei gesetzt, auf den Rängen 18 und 19 lagen bei der Zwischenbilanz Uli Knoblich (3/8) und Maria Podlezak (2/8). Auf Platz 21 hatte unsere routinierte Spanierin Ana Almansa mit 2/8 Siegen um einen Platz den Aufstieg verpasst. Das 32 – Tableau überstanden dann alle drei: Dorli hatte auf Grund der guten Vorrundenergebnisse ein Freilos, Maria Podlezak siegte gegen die Nummer 14 Susanne Hösele (STLFC) klar mit 15:9 und auch Uli Knoblich setzte sich gegen die vor ihr gereihte Barbara Ulmann (Pl. 15) – wenn auch nach hartem Kampf – 15:14 durch. Maria Podlezak traf dann auf ihre Klubkollegin Dorli Tanzmeister, das interne Duell ging mit 14:4 eindeutig an Dorli, und auch Uli Knoblich hatte es gegen die Turnierfavoritin Sandra Kleinberger (KAC) schwer und unterlag 3:15. Im Hoffnungslauf der 8 Verlierer kam das endgültige Aus für Maria Podlezak. Sie unterlag der Salzburgerin Renée Haunold mit 3:15. Für Klubkollegin Uli Knoblich lief es kaum besser: sie schied mit 5:15 gegen Regina Essl (ebenfalls AFCS) aus. Im KO der 8 Finalistinnen schaffte Dorli Tanzmeister mit einem 15:9 Sieg gegen Viola Stögner den Einzug ins Semifinale. Gegen Sandra Kleinberger schied Dorli dann mit 7:11 aus. Das Gefecht war über die volle Kampfzeit von 9 Minuten gegangen. Im Finale siegte Sandra Kleinberger gegen Anna Batitsch, die zuvor mit 15:12 Martina Genser (FUM) eliminiert hatte. Mit Bronze im Damen-Florett durch Dorli Tanzmeister und den Plätzen 15 durch Uli Knoblich und 16 durch Maria Podlezak, sowie Ana Almansa auf Platz 21 fiel die Bilanz für den ASC deutlich besser aus als im Vorjahr, als Dorli nur den achten Platz belegte und sonst niemand vom Club den Aufstieg in die besten 16 schaffte. Fünf Damen des Clubs sind derzeit in der österreichischen Rangliste im Damen-Florett zu finden: 7. Dorli Tanzmeister (201 P), 20. Nina Dechmann (32 P.), 24. ex aequo Uli Knoblich und Melanie Witting (je 30 P.), 34. Maria Podlkezak (15 P).
Herren-Säbel: Einen deutlichen Rückgang gab es heuer bei den akademischen Meisterschaften im Herren-Säbel: waren es im Vorjahr noch 23 Teilnehmer, wovon der ASC mit 8 Säbel-Fechtern mehr als ein Drittel der Teilnehmer stellen konnte, so traten heuer nur noch 16 Säbel-Spezialisten zum akademischen Turnier an. Ein Viertel der Teilnehmer wurde diesmal vom ASC gestellt. Nach dem Abtritt der erfolgreichen „alten ASC-Säbel-Garde“ hat sich nun der Schwerpunkt bei den Herren im Club auf das Degenfechten verlagert. Unsere vier Vertreter im Herren Säbel schlugen sich aber recht wacker: Johannes Trimmel (4/6 S), Lukas Gärtner (3/6 S) und Michael Hinterschuster (2/6) schafften den Aufstieg ins KO und waren somit in den Punkterängen des österreichischen Ranglistenturnieres. Lukas Gärtner stieg mit einem ungefährdeten 15:6-Sieg gegen Christian Kloiber (WFK) sogar ins Finale der besten Acht auf, knapp an Artur Kravina (WSC) scheiterte mit 12:15 unser Routinier Johannes Trimmel, und die Nummer eins im Club – Michael Hinterschuster – schied gegen Florian Haas (WSC) mit 11:15 aus. Im Viertelfinale lieferte Lukas Gärtner dem derzeit auf Platz zwei in der österreichischen Rangliste platzierten Max Oprzedek (WSC) einen sehr guten Kampf. Er hielt mit den Treffern lange mit und musste sich erst im Finish mit einem respektablen 12:15 Ergebnis geschlagen geben. Turniersieger wurde Nikolai Nikolic (UFC) vor Maximilian Oprzedek (WSC), der als bester Student österreichischer Akademischer Meister wurde. Die Platzierungen der ASC Säbler: 7. Lukas Gärtner, 9. Johannes Trimmel, 11. Michael Hinterschuster und Florian Goldenberg landete bei seinen ersten akademischen Meisterschaften auf Rang 16. In der österreichischen Rangliste scheinen derzeit sechs Herren in der Säbel-Rangliste auf: 11. Michael Hinterschuster (80 P), 12. Manfred Hubmann (65 P), 15. Manuel Seifner (46 P), 17. Lukas Gärtner (41 P), 26. Johannes Trimmel (24 P) und 33. Haemin Kim (15 P).
Damen-Säbel: Mit 11 Teilnehmerinnen war der Damen-Säbel die schwächste Waffe. Es waren aber um zwei Fechterinnen mehr als im Vorjahr am Start. Mit 8 Säbel-Damen stellte der ASC in dieser Waffe traditionellerweise das Gros des Starterfeldes. Wegen des kleinen Starterfeldes wurden wieder zwei Indexdurchgänge gefochten. Lokalmatadorin Dorli Tanzmeister konnte in den beiden Indexdurchgängen den Heimvorteil nützen und war auf Platz eins gesetzt vor Turnierfavoritin Laura Friedl. Beide gewannen alle ihre neun Vorrundengefechte. Auf den Plätzen drei bis sechs waren ausschließlich ASC-Säbelfechterinnen gesetzt: Platz 3, Michaela Weszeli (7/10), 4. Bettina Tanzmeister (6/9), 5. Uli Knoblich (5/8), 6. Kathi Leitner (4/9). Ebenfalls aufgestiegen: Ana Almansa (3/10) und Maria Podlezak (2/8). Nach dem Indexdurchgang ausgeschieden: 10. Melanie Kosbow (ASC) und 11. Dr. Karin Schnizer–Blaschka (WAT). Im ersten KO-Gefecht erkämpfte sich Maria Podlezak mit einem 15:10 Sieg gegen Klubkollegin Ana Almansa einen Platz im Viertelfinale. Somit waren sechs von acht Fechterinnen des ASC noch im Rennen. Auf Grund der Vorrundenergebnisse ergaben sich zufällig nur Klub-interne Paarungen: Dorli Tanzmeister siegte 15:3 gegen Maria Podlezak, Bettina Tanzmeister gegen „Angstgegnerin“ Uli Knoblich endete diesmal 15:10 für Bettina, Routinier Michaela Weszeli siegte ebenfalls mit diesem Ergebnis gegen Nachwuchshoffnung Kathi Leitner (alle ASC) und im letzten Viertelfinalgefecht gab es ein Kärntner Duell, das Laura Friedl (KAC) gegen Katharina Predota (FKV) 15:3 gewann. Im Semifinale kam es zu einem familiären Duell zwischen Dorli und Bettina Tanzmeister, das Dorli klar 15:3 für sich entschied. Das zweite Semifinalgefecht zwischen Turnierfavoritin Laura Friedl und Michaela Weszeli verlief – wie schon eingangs berichtet – sensationell. Michi Weszeli hielt überraschend mit Laura Friedl mit, wodurch Laura Nerven zeigte, schließlich 13:15 das Gefecht gegen Michaela verlor und aus Enttäuschung den Kampfrichter Willy Kravina beschimpfte, der sie daraufhin aus dem Bewerb ausschloss. Infolgedessen kam es zu einem ASC-Finale zwischen Dorli Tanzmeister und Michaela Weszeli. Auch in diesem Gefecht focht Michi Weszeli stark und hielt bis zu Halbzeit punktemäßig mit Dorli mit. Erst im Finish konnte sich Dorli absetzen und holte sich den österreichischen akademischen Meistertitel – dank der Unterstützung von Klubkollegin Michi Weszeli wieder von Laura Friedl, die im Vorjahr gewonnen hatte, zurück. Der für den ASC kaum mehr zu übertreffende, äußerst erfreuliche Endstand: Siegerin und österreichische akademische Meisterin: Mag. Dorothea Tanzmeister, 2. Dr. Michaela Weszeli, 3. Bettina Tanzmeister, (der ex aequo 3. Platz bleibt wegen Ausschlusses von Laura Friedl lt. FIE Reglement vakant), daher 5. Platz Mag. Ulrike Knoblich, 6. Katharina Leitner (alle ASC), 7. Katharina Predota (FK Villach), 8. Mag. Maria Podlezak (ASC), 9. Dr. Ana Almansa, 10. Melanie Kosbow, (beide ASC) und 11. Dr. Karin Schnizer- Blaschka (WAT). Der aktuelle Stand in der österreichischen Damen-Säbel- Rangliste sieht auch sehr erfreulich für unseren Klub aus: 2. Dorothea Tanzmeister (443 P), 3. Michaela Weszeli (176 P), 4. Ulrike Knoblich (124 P), 5. Maria Podlezak (98 P), 6. Katharina Leitner (73 P), 11. Bettina Tanzmeister und Ana Almansa (je 32 P). Sieben ASC Säbel-Damen sind also in der österreichischen Damen-Säbel-Rangliste klassifiziert und das an ausgezeichneten Positionen: fünf unter den ersten sechs, mit dem kleinen Schönheitsfehler, dass Platz eins derzeit nicht uns gehört. Der Damen-Säbel ist und bleibt also weiterhin die Domäne unseres Fechtklubs.
[Die Ergebnisse: DF, HS, DS] [Zurück zur Artikelübersicht...]
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