Internationale Meisterschaften von Niederösterreich
Edi Schwarzer Kadetten-Turnier in Mödling am 12./13.12.2009                                               
28.12.2009

Dorli bestätigt 1. Platz von Feldkirch in Mödling und gewinnt Silber im Florett!

Mödling 1Ein starkes Turnierwochenende für den ASC: Trainer Alois Tanzmeister war mit Kathi Leitner beim Kadetten- Europacupturnier in Göppingen und Trainer-Gattin Dorothea war in einer Doppelfunktion als Trainerin und als Aktive in Mödling, wo an diesem Wochenende gleich 6 Bewerbe stattfanden: Herren- und Damenflorett Kadetten, sowie allgemeine Klasse und Herren- und Damen-Degen allgemeine Klasse.
Samstag früh begannen die Wettkämpfe mit dem Edi Schwarzer Kadetten Turnier; ein bereits etabliertes Turnier in Mödling und daher mit 45 Startern bei den Herren und 24 bei den Damen ein recht gut besetztes Turnier.

Herren-Florett Kadetten:
Wie schon erwähnt kreuzten 45 Herren aus Österreich, Ungarn Kroatien, Slowenien und Slowakei die Klingen. Einziger ASC’ler am Start war Florian Call, der es in seiner Runde recht schwer hatte. Neben zwei Kroaten, einen Ungarn und einem Slowenen hatte er den Steirer Tobias Endler als Konkurrenten, den er leider – bei Gleichstand – mit seinem letzten Angriff nicht traf und somit eine 5:4 Niederlage einstecken musste und als zweiten Österreicher den Mödlinger Viktor Zsacek, der seine Vorrunde als Nummer eins beenden konnte. Florian Call schaffte daher keinen Sieg und schied nach der Vorrunde als 42. aus. Der Sieg ging an den Ungarn Pal Gergely, der gegen seinen Klubkollegen Szabo Akos das Finale 15: 12 für sich entschied. Bester Österreicher wurde der Dornbirner Fechter Maximilian Mayer, der nur gegen den späteren Sieger verlor und somit 3. wurde.
Ebenfalls ins Finale der besten 8 kamen die Mödlinger Fechter Maximilian Stühler (5. Platz),
Tobias Reichetzer (7. Platz). Auch noch den Einzug ins Achterfinale und somit bester Wiener wurde Elias Wetter von der Fechtunion Wien.

Damen-Florett Kadetten:
Mit 24 Starterinnen wagten schon weit weniger Fechterinnen am Sonntag morgen den Weg in die Halle, wobei mehr als die Hälfte des Starterfeldes von Österreicherinnen gestellt wurde, was für die Zukunft hoffen lässt, dass es im Damenflorett vor allem in Bezug auf Teilnehmerzahlen wieder ein wenig aufwärts geht. Die Österreicherinnen mussten sich leider der Rumänin Balogh Reka geschlagen geben, belegten aber hinter der Rumänin geschlossen die weiteren Podestplätze. Zweite wurde die Steirerin Kristina Lerch vor ihrer Klubkollegin und letztjährigen Siegerin Gerrit Pfundner. Ebenfalls einen 3. Platz konnte Nicole Walzhofer erzielen, die den Heimvorteil nutzte und sich im Viertelfinale gegen die Ungarin Balogh Orsola 15:13 durchsetzte.

Damen-Florett Allgemeine Klasse:
Ebenfalls am Samstag fochten die Damen der Allgemeinen Klasse nach Graz das zweite Österreichische Ranglistenturnier dieser Saison. Von den ASC-Fechterinnen startete, nachdem letztes Jahr nur die österreichischen Top-Fechterinnen antraten, diesmal nur Dorli Tanzmeister. Nur 17 Fechterinnen stellten das Starterfeld, da die Breitensportlerinnen bei diesem Turnier fehlten. Lediglich ein paar Kadettinnen von Mödling waren die vermeintlich „Schwächsten“ am Turnier, diese zeigten jedoch, dass sie das Fechten als Leistungssport betreiben, sodass die anwesenden Fechterinnen allesamt Anwärterinnen für Spitzenplätze waren. Souverän zeigte sich Sandra Kleinberger vom KAC, die in einer eigenen Liga focht und ohne je unter Druck zu kommen die Internationalen Meisterschaften von NÖ für sich entschied.
Unsere Vertreterin Dorli Tanzmeister konnte an ihren tollen Saisonstart im Florett beim Grazer Messepokal, wo sie als beste Österreicherin dritte wurde,  mit einem ähnlich sensationellen Ergebnis anschließen. Mit zwei knappen Siegen jeweils in der Verlängerung – einmal gegen die Steirerin Judith Mareich (10:9) um den Einzug ins Finale der besten Acht - und im Semifinale gegen die Salzburgerin Regine Essl (13:12) drang sie sogar bis ins Finale vor, wo sie gegen die österreichische Florett-Spitzenfechterin Sandra Kleinberger um den Turniersieg kämpfte. An diesem Tag erwies sich Sandra aber als unbezwingbar für Dorli.
Ein zweiter Platz im Endklassement war jedoch ein toller Erfolg für Dorli Tanzmeister und dem ASC, der dadurch auch im Florett hoffentlich wieder einen Aufwind bekommt. Den dritten Platz teilten sich die junge Mödlingerin Sonja Walzhofer und Regine Essl.
  
Herren-Florett Allgemeine Klasse:
Auch im Herrenflorett wagte nur ein ASC’ler den Start, nämlich der Führende der ASC Club-Rangliste Matthias Steindl. Trotz der Tatsache, dass dieses Turnier zur österreichischen Rangliste zählt, waren auch bei den Herren nur 20 Fechter am Start. Bedenkt man, dass diese 20 Fechter aus 12 verschiedenen Vereinen kommen, könnte man annehmen, zum Fechten würde man keine Sparringpartner benötigen. Nichts desto trotz - auch bei den Herren war das Niveau für unseren Teilnehmer etwas zu hoch, sodass Matthias in der Vorrunde leider keinen Sieg verbuchen konnte und somit den 18. Gesamtrang erzielte, da er zwei Fechter hinter sich ließ, die weniger Treffer setzen konnten. Dennoch war er eine Turniererfahrung reifer und blickt zuversichtlich zum nächsten Ranglistenturnier, den Österreichischen Akademischen Meisterschaften im Jänner, wo er auf unseren Heimvorteil hofft. Der Sieg ging an den für den Steirischen Landesfechtverband fechtenden Deutschen Robert Scholz, der seine Klasse gegen Dominik Wang vom WFK mit 15:6 beeindruckend zeigte.
Auch bei den Herren ging der dritte Platz durch Dominik Wohlgemut an Mödling. Ebenso dritter und somit zweitbester Wiener hinter Dominik Wang wurde Martin Dobiasch vom WAT.

Herren-Degen Allgemeine Klasse:
Im Herren-Degen zählte das Turnier nicht zur österreichischen Rangliste. Das Niveau wurde aber auch durch die Beteiligung einiger Kroaten stark angehoben. Auch die Runden die sich durch die ausländische Beteiligung und einiger ungesetzter aber dennoch guten Österreicher ergaben, waren recht unterschiedlich. Aufgrund der Tatsache, dass der ASC im Degen die meisten Aktiven Fechter hat, war auch hier die Beteiligung am stärksten. Mit vier Mann nahmen die ASC-Degen-Fechter am Turnier teil. Unser Waffenwart Christoph Kospach musste sich auch noch um die Nennung von Stefan Bugovsky vor Ort kümmern, da Stefan zu spät eintraf. Etwas unter seinem Wert geschlagen wurde Richard Messner, der mit nur einem Sieg den Einzug in die Direktausscheidung nicht schaffte. Bedenkt man, dass in seiner Runde nicht nur der spätere Sieger Thomas Daniel (HSV Wr. Neustadt), gegen den er nur 4:5 verlor, sondern auch der Zweitplatzierte Matteo Montini (STLFC) und auch noch der Drittplatzierte Ivan Matic (CRO) in seiner Runde waren, so hat er sich doch recht gut gehalten. Die zweite Bronzemedaille ging übrigens an den Sieger des Florett-Bewerbs – Robert Scholz.
Albert Nemes war wieder einmal bester ASC-Fechter und konnte sich mit zwei Siegen in seiner Sechserrunde auf dem 15. Gesamtrang platzieren. Ein legendäres Duell lieferten sich Stefan Bugovsky und Christoph Kospach, die um den Einzug der besten 16 gegeneinander kämpfen mussten. Denkbar knapp – nämlich 15: 14 hatte diesmal Stefan Bugovsky das Glück auf seiner Seite. Auch im Anschluss gegen den Kroaten konnte Stefan bis zur Halbzeit gut mithalten, musste sich zu guter Letzt aber 15:6 geschlagen geben. Die ASC’ler Albert Nemes, Stefan Bugovsky und Christof Kospach belegten somit geschlossen die Plätze 15, 16 und 17, Richard Messner wurde 19.

Damen-Degen Allgemeine Klasse:
Am Sonntag fand schließlich noch der Damen-Bewerb im Degen-Fechten statt. Für die Damen zählt dieses Turnier zur österreichischen Rangliste, was jedoch nicht alle in der Rangliste vorne Platzierten veranlasste, nach Mödling zu kommen. Seitens des ASC waren Uli Knoblich, Barbara Nehiba und Dorothea Tanzmeister am Start. Das gesamte Starterfeld setzte sich aus 22 Fechterinnen zusammen, wobei nur 16 davon nach der Vorrunde aufstiegen. Mit fast 30 Prozent bedeutete dies, dass man sogar mit zwei Siegen nach der Vorrunde ausscheiden konnte. Betroffen davon war die Salzburgerin Hedwig Gratzer, die trotz der Tatsache nicht so schlecht gefochten zu haben, nach ihren 5 Vorrundengefechten wieder die Rückreise antreten musste.
Nicht viel besser ging es Barbara. Sie hatte mit ihrer Fünferrunde gar nur 4 Gefechte, setzte in jedem Gefecht 2 oder 3 Treffer, konnte jedoch keinen Sieg landen und schied somit ebenfalls  nach der Vorrunde aus. Sie belegte am Ende den 20. Gesamtrang von 22 Fechterinnen.
Uli Knoblich hatte in ihrer Vorrunde wie bei den Seniorenmeisterschaften wieder Hildegard Strohmeyer in ihrer Runde und konnte ihren Sieg bei diesem Turnier bestätigen. Mit 3 Siegen und zwei Niederlagen zu 4 war sie nach der Indexrunde auf dem vorläufigen 7. Rang gereiht. Trotz einer Niederlage noch als Nummer 2 nach der Vorrunde gesetzt war Dorli Tanzmeister, wo sich wie bei den Herren schon wieder ein ASC-Duell anbahnte. Nach klaren Siegen von Uli und Dorli in der ersten Direktausscheidung  stand das ASC-Duell fest. Einmal mehr konnte Dorli das Gefecht für sich entscheiden und Uli gelang somit beim zweiten Ranglistenturnier in dieser Saison zum zweiten Mal ein Platz unter den besten 8. Auch Dorli wurde an die Seniorenmeisterschaften erinnert, musste sie im Semifinale gegen die für Salzburg startende Hildegard Strohmeyer, (bei den Seniorenmeisterschaften Verlor Dorli im Finale gegen Hildegard) fechten. Die Revanche gelang mit 15:10, sodass nur mehr das Finale gegen die Steirerin Victoria Stelzer zu fechten war. Nach Feldkirch konnte Dorli Tanzmeister beim zweiten Turnier dieser Saison zum zweiten Mal den Titel für den ASC holen. Sie gewann gegen Victoria 15: 8.
Den dritten Platz teilten sich Hildegard Strohmeyer und Pascal Neff. Nach ihren ausgezeichneten Turnierergebnissen haben wir mit Dorli Tanzmeister (Platz 5) und Uli Knoblich (Platz 8) derzeit zwei Top-ten- Fechterinnen in der österreichischen Damen-Degen Rangliste. Insgesamt sind sieben Degen-Fechterinnen des ASC in der österreichischen Rangliste klassiert.

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