Damen-Säbel Weltcup in Koblenz am 15./16.05.2010                                                              05.06.2010

Das Plexi-Glas verhinderte den Aufstieg ins 32-er KO!
Koblenz_DorliEnormes Pech hatte Dorothea Tanzmeister beim Damen- Säbel Weltcup in Koblenz.
Nach einer Aufholjagd in der Direktausscheidung der besten 64 gegen die Rumänin Munteanu stand es im KO-Gefecht 14:14. Dorli setzte alles auf eine Karte und riskierte einen langen Angriff auf die Maske der Gegnerin und traf – den Treffer hörten alle - nur das Elektro-Meldegerät zeigte ihn nicht an! Die Spitze des Säbels war auf dem nicht leitenden Plexiglas-Sichtfenster der Fechtmaske der Rumänin gelandet- der Gegentreffer der Rumänin zum 14:15 wurde aber angezeigt. Das war das KO und ein Riesenpech für Dorli Tanzmeister!
71 Teilnehmerinnen aus 15 Nationen waren zum letzten Damen-Säbel Weltcup-Turnier nach Koblenz gekommen. Nächstes Jahr wird die Anzahl der Weltcup Turniere in Europa stark reduziert und auch Koblenz verliert so –
wie z.B. auch Salzburg (Damen-Florett) den Weltcup-Status!
Neben Dorli Tanzmeister war auch noch Michaela Weszeli (beide ASC Wien) und Laura Friedl als dritte Österreicherin angereist.
In der Vorrunde startete Dorli zunächst gut. Sie schaffte gleich ihre „Pflichtsiege“ gegen die in der Weltrangliste nach ihr gereihten Säbel-Fechterinnen Eva Prokesova (CZE) und Jaqueline Osyczka (GER) jeweils mit 5:3.
Dann aber setzte es Niederlagen gegen Davina Hirzmann (GER) mit 0:5, gegen die Britin Sophie Williams mit 4:5 und gegen die Spanierin Laia Vila mit 2:5.
In ihrem letzten Vorrundegefecht zeigte Dorli aber wieder ihre kämpferischen Qualitäten: sie besiegte mit einer starken Leistung die Ungarin Dora Varga, die in dieser Runde schon 4 Siege aufweisen konnte, mit 5:4. Mit drei Siegen in 6 Gefechten stieg Dorli mit Index 46 sicher auf und traf am Sonntag- Vormittag in der Direktausscheidung auf die Rumänin Elena Munteanu, die in ihrer Vorrunde alle Gefechte gewonnen hatte und als Nummer 19 einen wesentlich besseren Index als Dorli aufweisen konnte.
Dorli „verschlief“ trotz einer langen Aufwärm-Lektion mit ihrem Trainer-Gatten  Alois den Beginn des KO- Gefechtes und lag zur Halbzeit mit 2:8 hoffnungslos weit hinten, als sie in der zweiten Gefechtshälfte mit einer beispiellosen Aufholjagd Punkt für Punkt an die Rumänin heranrückte, schließlich sogar den Gleichstand zum 14:14 erreichte, als ihr das eingangs geschilderte Missgeschick passierte und sie so äußerst unglücklich ausscheiden musste.  Das Endresultat von Dorli Tanzmeister war Rang 48.
Dorlis Klubkollegin Michaela Weszeli kämpfte in ihrer Runde auch recht wacker. Sie schaffte gegen die starke Britin Bond Williams ( 19. Platz in der Weltrangliste im Damen-Säbel) und gegen die Italienerin Lucretia Sinigaglia immerhin mit jeweils 3:5 zwei achtbares Resultate und hatte gegen die Deutsche Nele Grodde nach einer 4:2 Führung schon den Sieg vor Augen, konnte ihn aber nicht realisieren – Endstand des Gefechtes 4:5. Auf Grund ihrer gesetzten Treffer landete sie auf dem  69. Platz – noch vor den beiden Deutschen Nicole Thome und Lea Ottenbacher.
Die dritte Österreicherin Laura Friedl bot in ihrer Vorrunde eine sehr gute Leistung: sie verlor nur ein Gefecht gegen die US-Amerikanerin Emma Baratta – allerdings klar mit 1:5. Mit ihren 5 Vorrunden-Siegen startete sie jedoch mit Index 24 ins KO der besten 64. In ihrem ersten KO-Gefecht gegen die Deutsche Viola Kwidzinski schaffte sie mit einem knappen 15:14 Sieg den Einzug in die besten 32 und schaltete dann überraschend die als Nummer 9 Top-gesetzte Italienin Livia Stagni mit 15:9 aus, womit sie im Achtelfinale war! Gegen die spätere Fünfte des Turnieres – die Polin Irena Wieckowska war Laura mit 7:15 KO. Platz 16 im Endklassement ist aber ein beachtliches Ergebnis, das sich sehen lassen kann!
Turniersiegerin im Koblenzer Damen-Säbel Weltcup wurde die großgewachsene Polin Bogna Jozwiak vor der Tunesierin Azza Besbes und den dritten Rang teilten sich Chrystall Nicoll (GBR) und Stefanie Kubissa (GER), die bei den letzten beiden Weltcupturnieren in Klagenfurt und in Gent  jeweils den zweiten Platz errungen hatte.

[Die Ergebnisse...]
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