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Eine etwas kleinere Abordnung trat auch dieses Jahr die Reise nach Ingolstadt an. Auch wenn man gerade in Ingolstadt von den ASC- Leistungen der letzten Jahre verwöhnt war - mit einer Silber- und drei Bronzemedaillen fiel das Ergebnis dennoch recht beachtlich aus.
Der erste Bewerb mit ASC-Beteiligung war Damen-Florett: Von unseren Fechterinnen Anna Hämmerle, Ulrike Knoblich und Dorli Tanzmeister schafften nur Anna und Dorli den Aufstieg in die Zwischenrunde. Leider zählten für den weiteren Aufstieg ins KO nicht beide Runden zusammen, sondern nur die Zwischenrunde, sodass Anna trotz guter erster Runde in der Zwischenrunde ausschied. Der 18. Gesamtrang bei immerhin 26 Florettfechterin bedeutete für Anna jedoch eine klare Steigerung gegenüber ihren letzten Turnieren. Als Nummer 3 gesetzt schaffte Dorli trotz Wechsel zwischen Säbel und Florett den Einzug ins Finale. Einmal mehr musste Sie dabei gegen die Lokalmatadorin Anette Wulf antreten. Die Linkshänderin „bugsierte“ Dorli in den Hoffnungslauf und von dort wieder hochgekämpft stand im Finale wieder das gleiche Duell an und Dorli musste sich ein zweites Mal der Ingolstädterin geschlagen geben und landete somit auf dem 7. Gesamtrang. Das Finale entschied die Münchnerin Silke Weltzien gegen besagte Anette Wulf für sich. Uli Knoblich erreichte den 24. Gesamtrang.
Der Damen-Säbel lief mehr oder weniger parallel mit Damen-Florett ab, sodass Dorli neben dem Fechten auch mit ständigem Umziehen beschäftigt war. Alle drei ASC’lerinnen behaupteten sich in ihrer Vorrunde und schafften mit den Plätzen 1 – Dorli Tanzmeister; 4 – Ulrike Knoblich und 6 – Barbara Nehiba den Aufstieg ins 8er Finale sicher. Barbara hatte mit der Münchnerin Sonja Steinseifer wohl die Stärkste Gegnerin um den Einzug ins Semifinale konnte aber mit Tempo-Hieben und Quintparden das Gefecht klar mit 15:7 für sich entscheiden. Im Semifinale musste Ulli, die sich zuvor gegen Birgit Noll behauptete gegen Dorli antreten und Barbara kam gegen die großgewachsene Schweizerin Sapin-Dornacher. Sowohl Ulli als auch Barbara blieben im Semifinale hängen und erreichten somit ex aequo die Bronzemedaille. Dorli Tanzmeister konnte sich im Finale gegen die Schweizerin Sapin-Dornacher nicht durchsetzen und erreichte mit der 15:10 Niederlage die für sie etwas enttäuschende Silbermedaille.
Im Herren-Säbel war Lukas Gärtner als einziger ASC-Fechter und auch als einziger Österreicher in Ingolstadt am Start. Mit zwei Siegen aus der Vorrunde landete er im Mittelfeld der 16 Säbel-Fechter. Nachdem er sich in der ersten Direktausscheidung noch klar 15:6 behauptete, musste er gegen die Nummer 1 der Vorrunde antreten und landetet somit im Hoffnungslauf. Dort kam er gegen seinen Vorrunden-Kontrahenten Sergej Hans und verlor mit einer eher umstrittenen Entscheidung des Kampfrichters 15:14 denkbar knapp. Im Endklassement bedeutete dies den 10. Gesamtrang für Lukas, der auch etwas mehr erwartet hätte.
Der Herren-Florett-Bewerb, mit dem am Samstag das Turnier startete fand leider ohne ASC-Beteiligung statt. Der Sieg ging hier an den Lokalmatador Frank Baedeker, der seinen Heimvorteil nutzen konnte.
Ebenso wie im Herren-Florett konnte sich auch im Herren-Degen kein ASC-Fechter überwinden, am Morgen zu starten. Sonntag früh ging der Degen-Bewerb mit 37 Fechtern los. Der Slowene Jan Biolovec setzte sich im Finale gegen den Deutschen Michael Krause durch und holte sich den Pokal. Auch den dritten Platz teilten sich zwei Slowenen.
Der letzte Bewerb, der Sonntag ins Rennen ging war Damen-Degen. Aus der Sicht des ASC erlebte der Damen- Degen einen neuen Aufschwung. Mit Anna Hämmerle, die bis jetzt nur im Florett aktiv war und Anna Mehofer, die in dieser Saison neu ins Turniergeschehen eingestiegen ist, ist ein neuer ambitionierter Fechtnachwuchs der Allgemeinen Klasse entstanden, der die bereits „Alte Garde“ mit Barbara Nehiba, Ulrike Knoblich und Dorli Tanzmeister vervollständigte. Mit ein bis vier Siegen überlebten alle 5 ASC’lerinnen die Vorrunde und schafften den Aufstieg in die Zwischenrunde. Leider hatte es dort Barbara am Schwersten, da sie neben ihren Klubkolleginnen Ulli Knoblich und Dorli Tanzmeister nur noch zwei starke Fechterinnen, die beide ins Finale der besten Acht kamen als Gegnerinnen hatte. Auch Anna Hämmerle konnte in der Zwischenrunde keinen Sieg erzielen, sodass beide nach der Zwischenrunde mit den Plätzen 18 – Anna und 20 – Barbara ausschieden. Anna Mehofer konnte in der Zwischenrunde einen Sieg erzielen und schaffte somit den Aufstieg. Leider musste sie als Nummer 12 gesetzt gleich gegen Dorli antreten und hatte darüber hinaus noch das Pech, im Hoffnungslauf gegen die als Nummer 4 gesetzte Deutsche Wiebke Luth fechten zu müssen. Für Anna mit noch nicht so viel Turniererfahrung eine etwas zu schwere Aufgabe. Der 15. Gesamtrang bei 26 Teilnehmern ist für den Turnierneuling jedoch eine beachtliche Leistung. Uli Knoblich hatte mit ihren zugelosten Runden nicht wirklich das Glück auf ihrer Seite, sodass sie als Nummer 14 aus den beiden Runden aufstieg. Dort musste sie gleich gegen die Schweizer Säbel-Siegerin Sapin-Dornacher antreten, die im Degen wohl noch stärker als im Säbel war. Im Hoffnungslauf kam Sie nach einem Sieg über Christina Hartmann gegen die zweite Schweizerin des Turniers Kerstin Tol. Die richtige Taktik gefunden, ging Uli nach einem Rückstand sogar 12: 10 in Führung und hatte schon fast den Sieg vor Augen. Leider ließen ihre Kräfte im Finish etwas nach, sodass sie die Spitze nicht mehr genau ins Ziel brachte und ihre Kontrahentin in dieser entscheidenden Phase zwei mal verfehlte. Die Schweizerin gewann damit 15:14 und versetzte Uli somit auf den 11. Gesamtrang. Unsere letzte Fechterin im Bewerb Dorli schaffte den Einzug ins 8er-Finale recht sicher hatte aber mit der Münchnerin Wiebke Lüth, die sie bereits in beiden Vorrunden als Kontrahentin hatte, schwer zu kämpfen. In der Verlängerung konnte Dorli kurz vor dem Zeitablauf noch den entscheidenden Treffer setzen und ins Semifinale aufsteigen. Ähnlich spannend verlief das nächste Gefecht gegen die Schweizerin Sapin- Dornacher. Auch hier kam es zum Losentscheid, diesmal für Dorli. Doch leider verlief hier der letzte Treffer umgekehrt, sodass die Schweizerin das glücklichere Ende hatte. Das Finale war schließendlich ein Duell zwischen den beiden Klubkolleginnen aus der Schweiz, wobei hier Dornacher mit 15:11 als Siegerin hervorging. Den dritten Platz teilte sich Dorli Tanzmeister mit der Deutschen Claudia Willacker.
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