Säbel Kadetten Europacup-Turnier in Göppingen (D) am 12.12.2009                                        16.12.2009

Nur 4 österreichische Nachwuchs-Säbelfechter waren über 600 km nach Göppingen zum Säbel Kadetten Europacup-Turnier angereist. 127 Burschen und 118 Mädchen kämpften um Europacuppunkte. Für die österreichischen Teilnehmer ging es mehr um die Ehre, bei einem so stark besetzten Turnier dabei sein zu dürfen, denn für unsere Nachwuchs-Säbler erwies sich dieses Turnier als zu stark besetzt, wie man im nachfolgenden Bericht nachlesen kann.

Herren-Säbel Kadetten:
Der  Villacher Trainer Ferenc Hammang war mit seinen Schützlingen Fabian Herbst und Michael Waldherr, sowie der Nachwuchs-Fechterin Silvi Handschur angereist. Seine beiden Buben Überlebten immerhin die Vorrunde, wobei Fabian Herbst mit drei Siegen und Michael Waldherr mit zwei Siegen aufsteigen konnten. Im anschließenden KO Durchgang (128 er Tableau) gab es aber eine kalte Dusche für die Beiden. Der Russe Ilya Andreev überfuhr Fabian Herbst 15:4 und auch Michael Wadherr hatte mit seinem deutschen Gegner Felix Haux kein Glück: er schied mit 7:15 aus. In der Endwertung belegte Fabian Herbst den 81. und Michael Waldherr den 85. Rang. Turniersieger wurde der Deutsche Richard Hubers vor dem Russen Artur Okunev. Auf dem dritten Platz landeten ex aequo der Brite Soji Ayenuro und der Moldawier Nikolai Zaporojcenco.

Damen-Säbel Kadetten:
GÖPPINGEN_1Neben der vorhin schon erwähnten Villacherin Silvi Handschur wagte sich auch  Kathi Leitner vom ASC Wien an dieses große Europacup-Turnier in Göppingen heran. Immerhin hatte sie heuer schon bei den Kadetten Europacup-Turnieren in Wien und in Gödöllö (Hun) Europacup-Punkte erkämpfen können. In Göppingen lief es aber nicht so gut. Das Schlüssel-Gefecht in der Vorrunde verlor Kathi Leitner gegen die starke Ungarin Dora Benedek (Platz 48 in der Europa Rangliste) knapp mit 4:5, nach dem sie aber überraschend schon mit 4:1 geführt hatte. Leider änderte Kathi dann ihre zuvor erfolgreiche Taktik und lief in die Verteidigung der Ungarin hinein. Auch ihre zweite Siegchance gegen die Deutsche Laura Paternotte konnte nicht realisiert werden, wobei der deutsche Kampfrichter eine Heim-Tendenz erkennen ließ, als er Kathi Leitner eine klare Parade Riposte vorenthielt. Das Gefechtsergebnis lautete am Ende wieder 4:5. Dann warf Kathi die Nerven weg und verlor auch noch die beiden letzten Gefechte gegen durchaus „machbare“ Gegnerinnen 0:5 und 2:5 und war draußen. Turniersiegerin wurde die Ungarin Kata Varhelyi vor der Russin Maria Ridel. Platz drei teilten sich Yana Egorian (RUS) und Renata Katona (HUN). Beste Österreicherin wurde Kathi Leitner (ASC Wien) auf Platz 109 vor Silvia Handschur (FK Villach), die in der Endwertung 114. wurde.

Auf der Rückfahrt durch ein Schneegestöber hatte ASC Präsident DI Anton Leitner eine glorreiche Idee. Um Kathi Leitner samt Trainer Alois Tanzmeister (und auch sich selbst!) aufzubauen, machte die kleine ASC Delegation einen Abstecher ins verschneite öberösterreichische Hausruckviertel, um die Spezialität dieser Gegend – Bratknödel (mmh!) zu verköstigen. Dabei waren 4 Portionen zu je sieben Knödel fast zu wenig. Beinahe wäre die Exkursion ein Flop geworden, denn Tonis Stammlokal hatte am Samstag- Abend geschlossen. Nach einer längeren Irrfahrt über enge Wege im hügeligen Hausruckviertel wurden die drei fündig: in der „Leitneralm“ gab es Rieder Bier, Hausruckviertler Most und – Bratknödel!
So gab es bei dieser Expedition nach Göppingen doch noch einen versöhnlichen Ausklang!
 

[Die Ergebnisse ...]
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