Europa-Turnier 2010 in der Südstadt 17./18.04.2010                                                               29.04.2010

Europa10-1Nach längerer Suche nach einer Halle konnte das Europa-Turnier doch noch in der Südstadt durchgeführt werden.

Am Samstag fanden die Florett-Bewerbe statt, bei denen jeweils 2 Herren und 2 Damen des ASC beteiligt waren.
Für ein österreichisches Ranglistenturnier sind 28 Herren und 17 Damen ein kleines Starterfeld, was jedoch die Entwicklung im Florett in der Allgemeinen Klasse unterstreicht-
Um der sinkenden Starterzahl entgegenzuwirken und für die Breitensportler Turnierstarts wieder attraktiver zu machen wurden in den einzelnen Bewerben jeweils 2 Durchgänge in den Vorrunden durchgeführt:

Damen-Florett:
Wie erwähnt haben sich leider nur 17 Fechterinnen in der Südstadt eingefunden. Auch der ASC war diesmal nur mit Dorli Tanzmeister und Melanie Witting am Start.
Leider hatte Melanie das Pech, in beiden Durchgängen in der kleineren Runde mit nur 5 Fechterinnen zu landen und hatte auf Grund ihrer Platzierung in der österreichischen Rangliste noch dazu eine recht schwierige Runde. Melanie schaffte in der ersten Runde dennoch einen Sieg gegen die Stockerauer Fechterin Steinböck-Kudlacek - landete aber im zweiten Durchgang in einer noch schwereren Runde als zuvor.
Mit dem 15. Gesamtrang war Melanie gerade die erste der drei Fechterinnen, die nach den Vorrunden ausschied.

Dorli Tanzmeister ging es hingegen weit besser. Im zweiten Rundendurchgang verlor sie zwar gegen die Tschechin Veronika Novenkova, konnte diese Niederlage jedoch wettmachen, indem sie erstmals gegen Sandra Kleinberger in der Vorrunde gewann. Nach den Vorrunden war Dorli somit als 5. gesetzt.
Mit einem 14:9-Sieg gegen Viola Stögner vom UFC, die sie bereits bei den Akademischen Meisterschaften besiegen konnte, konnte Sie ins Finale der letzten 8 aufsteigen und traf dort auf Katrin Genser. Mit etwas glücklichen Treffern konnte Dorli in Führung gehen und gab diese nicht mehr ab.
Als Nummer Eins gesetzt war die Steirerin Judith Mareich, gegen die Dorli diesmal eindeutig mit 15:3 siegte. Ebenso eindeutig ging das Finale an Sandra Kleinberger, die sich für die Niederlage in der Vorrunde revanchierte und Dorli Tanzmeister klar mit 13:2 deklassierte. Der Sieg ging somit einmal mehr an Sandra Kleinberger vom KAC - Dorli Tanzmeister erreichte den ausgezeichneten 2 Platz. An dritter Stelle landeten Katrin Genser und Olivia Wohlgemuth von Fechtunion Mödling.

Herren-Florett:
Aufgrund der vorgerückten Zeit (immerhin kämpften die Damen bis 14.30 Uhr, wobei der Start bereits um 10.00 Uhr war) wurde im Herren-Florett nur ein Durchgang in der Vorrunde gefochten.
Seitens des ASC waren Peter Lehmann und Matthias Steindl am Start. Schön langsam ist der Aufschwung der Florettfechter nicht nur beim Training sondern auch bei den Turnieren bemerkbar. Aufgrund der insgesamt geringen Starterzahl war es für unsere Fechter jedoch recht schwierig, in den Vorrunden einen Erfolg zu verbuchen. Beide Fechter nutzten jedoch ihre einzige Chance und gewannen jeweils ein Gefecht in ihrer Runde. Peter Lehmann hatte jedoch eine schlechtere Trefferdifferenz und schaffte den Einzug in die Direktausscheidung gerade nicht. Mathias Steindl erreichte eine bessere Trefferdifferenz und schaffte mit seinem Sieg somit den Einzug in die Direktausscheidung.  
Das KO bestritt Matthias gegen den wieder aktivierten Peter Wiesner, der gegen Mathias noch siegreich war, aber im Hoffnungslauf der letzten 16 nicht mehr weiter kam. Matthias landete somit auf dem 22. Gesamtrang und Peter Lehmann landete knapp hinter ihm auf Platz 24.
Der Sieg ging wie bei den Damen an den KAC. Thomas Macher verdankte es dem Hoffnungslauf, dass er ins Finale aufstieg und konnte sich dabei gegen Johannes Poscharnig mit 15:12 durchsetzen. Auf dem dritten Gesamtrang landeten der für den STLFV fechtende Deutsche Robert Scholz und der UFC-Fechter Viktor Wozniak.

Damen-Säbel:
Am Sonntag begannen die Bewerbe mit Damen-Säbel, der erstmals Vormittags durchgeführt wurde – vielleicht eine weitere Ursache für die geringe Starterzahl. Von den 9 Fechterinnen waren immerhin 4 seitens des ASC am Werk.
Im ersten Durchgang der Vorrunden noch gut aufgeteilt konnten Dorli Tanzmeister und Michaela Weszeli ihre zu erwartenden Leistungen bringen. Mit nur 3 Gegnerinnen in der Runde und einer unglücklichen Niederlage schaffte Bettina Tanzmeister nur einen Sieg in der ersten Vorrunde ebenso wie Melanie Kosbow.
Der zweite Durchgang brachte leider die Auslosung, dass alle 4 ASC’lerinnen in einer Runde waren und die anderen 5 Fechterinnen in der anderen Runde. (Ein reines Clubturnier, das den momentanen Ranglistenstand widerspiegelte)
Auch in der anschließenden Direktausscheidung machten sich die ASC-Fechterinnen ihre Plätze untereinander aus - so musste Melanie Kosbow gegen Dorli Tanzmeister fechten und Bettina Tanzmeister gegen Michaela Weszeli. Das clubinterne Turnier zog sich weiter, daher kamen die beiden siegreichen Fechterinnen, nämlich Michaela und Dorli gegeneinander.
Endlich im Finale war keine reine ASC-Paarung mehr möglich, sodass Dorli einmal mehr das Finale gegen Laura Friedl bestritt - leider ebenso einmal mehr gewann Laura das Finale.
Mit einem 2. Platz durch Dorli Tanzmeister und einem 3. Platz durch Michaela Weszeli kann man aus der Sicht des ASC jedoch zufrieden sein. Ebenfalls Dritte wurde Kim Weiss vom Wiener Fechtclub.

Herren-Säbel:
Auch die Herren waren nur mit 15 Mann vertreten, was in dieser Saison das bis jetzt geringste Starterfeld bei einem österreichischen Ranglistenturnier bedeutet. Unsere Breitensportler Lukas Gärtner und Michael Hinterschuster hatten es dementsprechend schwer.
Mit insgesamt 3 Siegen aus den beiden Durchgängen wurde Lukas als Nummer 11 gesetzt musste da jedoch gegen den starken Tschechen Jan Hoschna antreten. Leider gab es im Herren-Säbel keinen Hoffnungslauf, sodass Lukas keine zweite Chance mehr bekam. Er landete im Endklassement somit auf dem 12. Gesamtrang. Michael Hinterschuster, der den ersten Durchgang der Vorrunde etwas verschlafen hatte, konnte immerhin im zweiten Durchgang noch einen Sieg verbuchen. Er setzte jedoch um 2 Treffer zu wenig, um sich für die Direktausscheidung zu qualifizieren.
Wie Melanie im Damen-Florett war Michael somit gerade der erste Fechter, der nach den Vorrunden ausschied und sich für die direkte Elimination nicht qualifizierte.
Der Sieg ging in einem spannenden Finale an den wieder genesenen Gilbert Schwarz vor Max Oprzedek. Den 3. Podestrang teilten sich Maximilian Reimer und Nikolai Nikolic.

Damen-Degen:
Die Degenbewerbe zählten zwar nicht zur österreichischen Rangliste, waren aber auf Grund der Tatsache, dass auch die slovakische Mannschaft hier startete doch recht gut besetzt. Lediglich die Anzahl der Fechterinnen zeigt, dass es sich nicht um ein Ranglistenturnier handelte. Auch der ASC stellte mit nur 2 Fechterinnen eine eher geringe Abordnung.
Ohne Niederlage aus den beiden Durchgängen der Vorrunde war Dorli Tanzmeister hinter der Mödlinger Fechterin Martina Genser als Nummer 2 gesetzt. Barbara Nehiba konnte im zweiten Durchgang einen Sieg gegen die Linzerin Judith Mader erzielen und qualifizierte sich somit als 15. für die Direktausscheidung.
Wie es nicht anders sein konnte, trafen an diesem Tag auch im Damen-Degen bei nur zwei Fechterinnen vom ASC diese zwei aufeinander. Mit zu viel Respekt startete Barbara das Gefecht, sodass der Sieg recht deutlich an Dorli ging. Somit blieb Barbara der 15. Gesamtrang.
Dorli Tanzmeister kämpfte sich über die Slovakin Kristina Letenayova und die Linzerin Therese Lorenz ins Finale hoch. Martina Genser verlor im Semifinale knapp 15:14 gegen die Slovakin Lucia Somogyiova, sodass mit besagter Slovakin Dorlis Gegnerin feststand.
Zu Beginn fand Dorli Tanzmeister noch nicht das richtige Rezept gegen die großgewachsene Slovakin, sodass es vor dem letzten Drittel noch 12: 8 für Somogyiova stand. In der Pause etwas an Ruhe gewonnen und neue Kraft getankt, konnte Dorli das Gefecht jedoch noch umdrehen und stand nach einer spannenden Aufholjagd mit einem 15:13-Endstand als Siegerin fest. Die dritten Plätze teilten sich Therese Lorenz und Martina Genser.

Herren-Degen:
Analog zu den Damen war auch bei den Herren das Starterfeld eher klein, aber von der Qualität der Fechter recht gut besetzt. Ein Viertel der 20 Starter stellte dabei immerhin der ASC. Ebenso viele Starter machte der Ausländeranteil aus wobei 4 der fünf ausländischen Fechtern ( 3 Rumänen und 2 Tschechen) auch die ersten 4 Plätze belegten.
Mit fünf Siegen von 8 Gefechten aus den zwei Rundendurchgängen beendete Arno Fortmann als bester ASC- Fechter die Vorrunden und war somit als Nummer 8 gesetzt. Dicht hinter ihm als Nummer 10 war unser Neuzugang Peter Lehmann, der seinem Florett etwas untreu wurde und die Liebe zum Degen fand. Peter schaffte 4 Siege in seinen Vorrunden. Mit 3 Siegen aber aufgrund der Trefferdifferenz etwas weiter hinten gesetzt landete Stefan Bugovsky als drittbester ASC’ler auf dem 14. Setzungsrang. Auch Albert Nemes und Robert Raulin konnten einen Sieg in der Vorrunde erzielen und landeten auf den Plätzen 16 und 17, was bedeutete, dass die beiden gegeneinander um den Einzug der besten 16 kämpfen mussten.
Albert setzte sich gegen Robert durch und war somit der Vierte in der ASC-Riege der ins Tableau der letzten 16 einzog.
Die Besten Chancen hatte dabei Arno Fortmann, der Gegen Willi Weinberger zu fechten hatte. Leider behielt Arno nicht ganz die Nerven und wurde ungeduldig, sodass Willi Weinberger das glücklichere Ende hatte und 15:12 gewann. Sowohl Albert Nemes als auch Stefan Bugovsky mussten gegen die starke Rumänen kämpfen und hatten gegen die späteren Erst- und Drittplatzierten keine Chance. Einzige Hoffnung war Peter Lehmann, der aber mit Terscinar Peter ebenso einen sehr starken Kontrahenten hatte und leider auch 15:9 verlor.
Im Endklassement bedeutete das für den ASC die Plätze 10 durch Arno Fortmann, 11 durch Peter Lehmann, 14 durch Stefan Bugovski, 16 durch Albert Nemes und 17 durch Robert Raulin.
Der Sieg ging an den Rumänen Alin Mitrica, bester Österreicher wurde der Steirer Matteo Montini.


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