European Cadet Circuit Florett Salzburg 13./14.11.2010!                                                        23.11.2010

Mehr oder weniger ein erstes Hineinschnuppern in den internationalen „Florett-Zirkus“ der Kadetten war das Wochenende für Romana Jankovich und Florian Call.

Am Samstag startete pünktlich um 9.00 Uhr der Herren-Florett-Bewerb. 19 Bahnen waren hier bei den beachtlichen 193 Startern fast zu wenig. Vom EFC vorgegeben mussten 2 Durchgänge in den Vorrunden und ein Hoffnungslauf in den letzten 32 bei der Direktausscheidung gefochten werden. Die Vorrundengefechte dauerten bereits bis ca. 15.30 Uhr, sodass erst am Nachmittag mit dem KO der letzten 124 begonnen werden konnte. Ohne wirkliche Unterbrechungen oder technische Pausen dauerte das Turnier fast bis Mitternacht.
Das Finale wurde in etwa um 23:30 Uhr zwischen dem Tschechen Choupenitch und dem Franzosen Mourrain entschieden, wobei der Tscheche den längeren Atem hatte.
Für unseren Fechter, Florian Call dauerte das Turnier leider nicht so lange. Gut aufgewärmt musste er gleich warten, da er erst im 22. Poule an die Reihe kam und somit noch keine freie Bahn hatte. Um 10.00 Uhr hieß es daher wieder aufwärmen und einfechten, während die ersten Fechter schon mit ihrem Poule fertig wurden.
Um 10.30 Uhr ging es auch für Florian los. Das erste Gefecht für Florian war gegen den Belgier Tabury, der unseren Flo mehr oder weniger kalt erwischte und ihn sehr rasch besiegte. Nach den ersten beiden Gefechten wurde Flo etwas lockerer und begann sich doch besser zu bewegen. Gegen den Bulgaren Fidanov lag Florian sogar 4 : 2 in Führung, konnte den letzten Treffer jedoch nicht konsequent genug durchziehen, sodass der Bulgare noch 5 : 4 gegen Flo gewann. Um 12 Uhr war somit für Florian -  leider ohne Sieg aus der Vorrunde – das Turnier bereits zu Ende.
Immerhin ließ er dennoch einige Fechter hinter sich und landete auf dem 189. Gesamtrang mit der Erkenntnis, dass man international nur mithalten kann, wenn man einen entsprechenden Trainingsaufwand betreibt.

Auch am Sonntag ging es wieder pünktlich um 9.00 Uhr - diesmal für die Damen - los.
Mit 144 Startern bedeutet dies auch für die Damen, dass die erste Vorrunde in  2 Durchgängen gefochten werden musste (immerhin die Zwischenrunde ging sich in einem Durchgang aus). Für Romana war es überhaupt der allererste Start bei so einem stark besetzten internationalen Turnier, da sie heuer erst in die Kadetten-Kategorie aufstieg.
Romana war gleich im zehnten Poule gesetzt und musste daher auf ihre Runde nicht warten. Aber auch Romana ging es nicht viel besser als am Vortag Florian. Mit etwas zu viel Respekt startete sie in ihr erstes Gefecht gegen die eigentlich nicht so starke Italienerin Albanese. Diese hatte bereits ein Gefecht in der Runde und kannte Romana von den Jugendturnieren schon, sodass sie etwas sicherer wirkte und das Gefecht 5:2 für sich entschied. Auch Romana benötigte 2 Gefechte, damit ihre „Nervösitäts-Lähmung“ etwas nachließ.
Leider hatte sie die ersten beiden Gefechte gegen die eher schwächeren Fechterinnen aus ihrem Poule und konnte daher gegen diese nicht wirklich punkten. Romana konnte sich somit auch nicht für die Zwischenrunde qualifizieren und landete im Endklassement auf dem 138. Gesamtrang. Sie ließ daher auch 6 Fechterinnen hinter sich und gewann die Erfahrung, dass die Dynamik international doch eine andere ist als jene, die man bei Österreichischen oder Wiener Turnieren findet. Den Sieg holte sich die Polin Natalia Golebiowska.

Doch nicht frustiert, sondern neu motiviert, wollen vor allem die Nachwuchsfechter ein neues Trainingsprogramm starten, um auch international Anschluss zu finden.

[Die Ergebnisse...]
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